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Volkswagen: 20 Euro Trading-Potenzial – aber in welche Richtung?

Die Liste der Argumente, die für einen Ausbruch der Volkswagen Vorzugsaktie aus dem kurzfristigen Dreieck spricht, das in den letzten Wochen entstanden ist, ist lang. Das Dumme dabei ist: Sie ist für beide Seiten lang – es gibt derzeit reichlich Munition für die Bullen und die Bären gleichermaßen. Ein klar positives Element ist der sukzessive tiefer laufende Euro, der europäischen Autobauern das Leben beim Export wieder leichter macht. Ebenso positiv ist, dass China am Dienstag mitteilte, den Einfuhrzoll für alle ausländischen Automobile von 25 auf 15 Prozent zu senken, nicht nur für US-Fahrzeuge. Das ist vor allem für VW nicht ganz unwichtig, weil der Konzern auch mit den chinesischen Autobauern in der Kleinwagen- und Mittelklasse konkurriert und so ab Juli günstiger anbieten könnte. Auf der Liste der Bären stehen die geringen Erwartungen hinsichtlich steigender Gewinne in diesem Jahr, die eher magere Marge bei der Kernmarke VW und das Damoklesschwert möglicher US-Strafzölle. Dass die Aktie am Mittwoch deutlich zurücksetzte und damit auf einmal nicht nach oben, sondern nach unten aus dem Dreieck auszubrechen droht, basiert auf diesem Aspekt, denn:

Expertenmeinung: Die Meldung am Mittwochmorgen, dass man auch bei der EU selbst nicht mehr ernsthaft hofft, dass die ab 1. Juni anstehenden Strafzölle auf Stahl und Aluminium noch abzuwenden seien, erinnerten nicht wenige wohl daran, dass der US-Präsident Anfang des Jahres Strafzölle gegen europäische Automobile als nächste Maßnahme in den Raum gestellt hatte. Ein schlagendes Argument zu Gunsten des bärischen Lagers? Ausgerechnet für VW würde sich das Leid womöglich in Grenzen halten. Davon abgesehen, dass diese Drohung bislang keine Substanz hat, war der US-Markt für VW auch schon vor dem Abgas-Skandal keine nennenswerte Quelle großer Gewinne. Wenn, könnte VW unter den drei großen deutschen Autobauern ein „Aufgeld“ auf seine Fahrzeuge in den USA am ehesten verarbeiten. Dann würde der vor einigen Monaten schon einmal umher geisternde Gedanke womöglich wieder auf den Tisch kommen, sich ganz aus den USA zurückzuziehen. Fazit: Eigentlich hätten die Bullen derzeit die etwas besseren Argumente. Das sollte man im Hinterkopf behalten, sollte der Ausbruch aus dieser Dreiecksformation nach unten erfolgen. Ob das eine Trading-Chance Short aber in Bezug auf das unmittelbare Kurspotenzial ausbremsen würde, ist fraglich, die besseren Argumente der Bullen wären eher angetan, das darüber hinausgehende Abwärtspotenzial zu begrenzen. Bricht die Aktie aus dieser Formation aus, was alleine deswegen kaum zu vermeiden ist, weil der Kurs schon fast in der Spitze des Dreiecks angekommen ist, lägen die unmittelbaren charttechnischen Ziele auf Trading-Ebene bei 151/153 Euro auf der Unterseite und bei 192,46 Euro, dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch, auf der Oberseite.

Chart vom 23.05.2018, Kurs 171,76 Euro, Kürzel VOW3

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