Börsenblick

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Evotec: Kommt es hier zu einer Short Squeeze?

Das im TecDAX gelistete Biotech-Unternehmen Evotec hat einiges für mittelfristige Anleger zu bieten. Die Bilanz bewegt sich solide in den schwarzen Zahlen, was nicht viele Unternehmen dieser Branche von sich behaupten können. Und Umsatz und Gewinn wachsen derzeit sehr stetig, der Lohn für kluge Zukäufe und vielversprechende Kooperationen. Vor einigen Wochen gab Evotec eine vor dem Abschluss stehende, weitreichende Kooperation mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi bekannt. Und am Dienstag wurde gemeldet, dass es zu einer umfassenden Zusammenarbeit mit dem US-Biotechunternehmen Celgene kommt, die mit einer Vorabzahlung von 65 Millionen US-Dollar einhergeht, zudem stehen Meilenstein-Zahlungen und Umsatzbeteiligungen im Tausch gegen aus der Kooperation entstehende Lizenzrechte an. Diese Kooperationen ermöglichen es Evotec, seinen Wachstumskurs konsequent fortzusetzen und die Kapazitäten auszubauen. Das sind unstrittig bullische Rahmenbedingungen für die Aktie, auch, wenn die Ergebnisse des ersten Quartals leicht unter den Erwartungen der Analysten (aber klar über denen des Vorjahresquartals) lagen. Dass es auch mal langsamer vorangeht mit dem Anstieg der Gewinne, ist in dieser Branche völlig normal, denn immer wieder gilt es, Geld für neue Projekte und neue Möglichkeiten in die Hand zu nehmen. Doch schaut man sich das Chartbild an, scheint dieses absolut nicht zu einem solch bullischen Gesamtbild zu passen – wieso?

Expertenmeinung: Sehen die Anleger nicht, dass diese Aktie Potenzial hat? Doch, das tun sie sicherlich. Aber diejenigen, die die Aktie leer verkaufen und so gedrückt halten, um an fallenden Kursen zu verdienen, lassen Evotec bislang nicht aus ihren Fängen. Gerade kleinere, marktenge Aktien, wie man sie im TecDAX, auch Heimat-Index der Evotec-Aktie, zahlreich findet, können von größeren Tradern durchaus unter Kontrolle gehalten werden. Manche Aktien steigen dann, obwohl sie rational betrachtet fallen sollten, andere fallen, obwohl sich niemand über einen Aufwärtstrend wundern dürfte. Das klingt problematisch, ist es aber durchaus nicht, zumal solche Phänomene von gegen die Ratio laufenden Aktien nichts Neues sind, das gibt es, seit es Börsen gibt. Wichtig ist nur: Man muss klare Signale abwarten, um hier zugreifen zu können. Evotec hätte, käme es zu einem Befreiungsschlag, all die vorgenannten positiven Faktoren im Rücken. Und Leerverkäufer, die ihre Positionen schließen wollen, müssen dafür diese vorab „leer“ verkauften Aktien zurückkaufen. Das heißt: Wenn der Bann der Bären bricht, stehen auf einmal alle zugleich auf der Käuferseite: Die Anleger, die die Aktie wegen ihres Potenzials kaufen, die Trader, die auf den Break über wichtige Charthürden reagieren und die Leerverkäufer, die nur durch den Kauf der Aktie ihre Position schließen können. Das nennt man im Trader-Jargon „Short Squeeze“, weil die Bären da dann ausgequetscht werden wie Zitronen. Dann kann eine solche Aktie in kürzester Zeit sehr weit laufen. Dass Evotec den Kurssprung, mit dem der Kurs auf die Celgene-Kooperation reagierte, am Mittwoch trotz eines schwächeren Gesamtmarkts verteidigen konnte, ist ein gutes Zeichen, dass sich die Bären diesmal doch zurückziehen könnten. Aber erst, wenn die charttechnisch entscheidenden Hürden bezwungen sind, wäre das „spruchreif“. Achten Sie da neben der bei 15,36 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie auf das bisherige Jahres-Verlaufshoch bei 16,92 Euro. Wird das auf Schlusskursbasis bezwungen, wäre Evotec aus charttechnischer Sicht nach oben frei.

Chart vom 23.05.2018, Kurs 14,25 Euro, Kürzel EVT

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