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Wacker Chemie: Heute gibt’s auf die Mütze

Die Wacker Chemie AG mit Sitz in München ist ein global tätiges Chemieunternehmen. Mit 23 Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien und 13.800 Mitarbeitern ist man in allen Schlüsselregionen präsent.

Das Unternehmen ist in den vier Sparten Silicones, Polymers, Biosolutions und Polysilicon aufgestellt. Das Kerngeschäft sind jedoch Siliciumprodukte für die Halbleiterindustrie.
Hergestellt werden aber auch Pharmaproteine, Öle, Dichtstoffe, Lackharze, Dispersionspulver und Kieselsäure. Die Produkte von Wacker Chemie finden hierbei Anwendung in zahlreichen Branchen vom Maschinenbau über Nahrungsmittel bis hin zur Medizintechnik und Biotechnologie.

Gut aufgestellt?

Das Unternehmen ist dementsprechend breit aufgestellt und sollte von der stetig steigenden Nachfrage in der Halbleiterindustrie profitieren. Leider schlagen sich diese Faktoren nicht ausreichend in den Zahlen nieder.

Der Umsatz stagniert seit Jahren weitgehend und ist seit 2010 lediglich von 4,75 auf 4,92 Mrd. Euro gestiegen, lag allerdings aber auch schon über 5,2 Mrd. Euro.
Gleichzeitig ist die Profitabilität gesunken, die operative Marge hat sich von 16,9 auf zuletzt 8,0% mehr als halbiert.
Gleiches gilt dementsprechend auch für den Gewinn. Das Ergebnis je Aktie liegt unter dem Wert von 2010 und schwankt seit Jahren, ein klarer Aufwärtstrend ist nicht zu erkennen. Im Vorjahr lag der Gewinn aus fortgeführter Tätigkeit bei 4,85 Euro je Aktie. Im Vergleich zu 3,61 Euro im Vorjahr aber eben auch 9,88 und 7,10 Euro in den Jahren 2010 und 2011.

Ausblick und erstes Quartal

Ende April hat das Unternehmen Zahlen zum ersten Quartal 2018 vorgelegt. Der Umsatz lag mit 1,22 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau, das EBITDA legte jedoch um 11% auf 254,5 Mio. Euro zu.
Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Wacker Chemie erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum im „niedrigen einstelligen Prozentsatz“ und einen Anstieg des EBITDA um „einen mittleren einstelligen Prozentwert“.

Der Gewinn je Aktie soll Analystenschätzungen zufolge, dennoch auf 7,00 Euro steigen.
Wacker Chemie kommt somit auf ein KGV von 30,8 und für das laufende Geschäftsjahr ein KGVe von 21,4. Selbst unter der Annahme, dass der Gewinnsprung gelingt und das Unternehmen den höchsten Gewinn seit 2011 einfährt, ist die Bewertung zu hoch. Das Wachstum ist für ein KGV von über 20 einfach zu gering, da die Entwicklung zu unstetig und der freie Cashflow selbst in starken Jahren teilweise negativ ist.

Charttechnischer Ausblick

Durch die im Chart ersichtliche Rallye hat sich der Kurs im Hoch nahezu verdreifacht. Dadurch ist die relative Bewertung natürlich immer weiter gestiegen, denn Umsatz und Gewinn haben sich im selben Zeitraum selbstverständlich nicht um denselben Faktor erhöht.

Auch wenn der Aufwärtstrend noch intakt ist, deuten die letzten Wochenkerzen auf eine gewisse Ermüdung hin. Unterhalb von 150,00 Euro droht daher eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 140,00 und 130,00 Euro.
Gelingt hingegen wider Erwarten ein Ausbruch über 157,00 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem Kursziel bei 170,00 Euro. Hier liegen bereits markante Hochs aus den Jahren 2008 und 2011.

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