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Ceconomy: Ein Boden mit Falltür

Kommt es bei Ceconomy, dem die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn umfassenden „Spinoff“ des Metro-Konzerns, zu einer erneuten Verkaufswelle? Die Wahrscheinlichkeit hierfür und damit für ein Durchbrechen des eineinviertel Jahre lang mühsam und mehrfach verteidigten Bodens im Bereich 8,80/8,84 Euro ist nach dem gestrigen Abverkauf der Aktie um 6,9 Prozent sehr deutlich gestiegen. Es scheint, dieser „Boden“ weist eine für manch einen Anleger bislang unsichtbare Falltür auf, die jetzt aufgehen und die Aktie tief in den Keller schicken könnte. Wobei dieses Minus zumindest für aufmerksame und erfahrene Trader nicht ganz unerwartet kommen konnte, denn die Reaktion auf die am vergangenen Donnerstag präsentierten Ergebnisse zum ersten Kalenderquartal 2018 (dem 2. Geschäftsquartal des Ceconomy-Geschäftsjahres 2017/2018) war angetan, die Stirn zu runzeln. Zur Erinnerung: Ceconomy hatte im vierten Kalenderquartal 2017, dem wichtigsten des Jahres aufgrund des Weihnachtsgeschäfts, nicht zu knapp daneben gelangt und die Gewinnerwartung markant verfehlt. Trotzdem wollte man das vorab gesteckte, allerdings nicht gerade ambitionierte Ziel für das Gesamt-Geschäftsjahr aufrechterhalten. Die vergangene Woche präsentierten Ergebnisse machten das möglich und führten auch zu einem Kurssprung. Aber insgesamt war diese Quartalsbilanz nicht gut genug, um die Aktie zwingend in eine Wende nach oben zu führen.

Expertenmeinung: Der Gewinn lag zwar über den Erwartungen, aber der Umsatz nicht. Nun ist das zwar insofern positiv, als damit eine besser als erwartete Gewinnmarge erreicht wurde. Und damit sind genau da Fortschritte erzielt worden, wo man im Weihnachtsquartal fatal abschnitt. Aber ohne steigende Umsätze bringt das auf Dauer wenig. Man traute den Ergebnissen nicht recht. Und kein Analyst hob daraufhin sein Kursziel an. Auffällig war zudem, dass die Aktie zwar zeitweise kräftig stieg, sich dabei aber am Donnerstag und dann auch gleich am Folgetag sehr volatil zeigte, im Bereich der Eröffnungskurse schloss und zeitweise höhere Kurse abverkauft wurden. Das spielte sich zudem noch unterhalb der für einen Befreiungsschlag entscheidenden Widerstandslinie von 9,80 Euro ab, dem Hoch des Aprils, das Ceconomy hätte überwinden müssen, um auf kurzfristiger Ebene wieder als bullisch zu gelten. Die Käufe wirkten somit wacklig und es scheint, als hätte das bärische Lager daraufhin am Dienstag einfach mal probiert, ob erneuten Leerverkäufen nennenswerter Widerstand entgegengebracht würde. Der Start-Ziel-Sieg der Bären am gestrigen Handelstag war eine klare Antwort. Es gelang nicht einmal, auf Höhe dieser so wichtigen Supportlinie im Bereich 8,80/8,84 Euro Käufer zu mobilisieren. Das wirkt wie ein Freifahrtschein in den Keller, den die Bären jetzt jederzeit ziehen können.

Chart vom 22.05.2018, Kurs 8,84 Euro, Kürzel CEC

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