Börsenblick

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Peugeot: Ausbruch oder Doppeltopp?

Noch vor einigen Jahren hatte der Peugeot-Konzern, zu dem auch Citroen und Opel gehören, dramatisch rote Zahlen geschrieben. 2015 gelang die Rückkehr in die Gewinnzone, aber nicht zu Unrecht wagt kaum ein Analyst oder Investor, diesen Aufenthalt in den schwarzen Zahlen als in Stein gemeißelt anzusehen. Zum einen, weil man seit Jahren fürchtet, die Automobilkonjunktur könnte ihren Zenit überschritten haben – was bislang indes immer noch nicht der Fall zu sein scheint. Zum anderen, weil Peugeot vor allem in der unteren und mittleren Preisklasse agiert, dort starke Konkurrenz hat und die Gewinnmargen eng sind. Und nicht zuletzt, weil der Euro seit Anfang 2017 keinen Rückenwind, sondern mit seinem Anstieg Gegenwind für die Gewinnspanne des Konzerns bedeutete, auch, wenn der mit Abstand wichtigste Markt die Eurozone ist und da der Euro-Anstieg keine Rolle spielt. Der Euro hat aber ohnehin zuletzt spürbar wieder nach unten gedreht – ein Vorteil für das bullische Lager. Und dass es Peugeot gelang, den Gewinn 2017 trotz der ungünstigen Wechselkursentwicklung zu halten, ist ein positives Signal. Ist da also noch Luft nach oben?

Expertenmeinung: Was das Kurs/Gewinn-Verhältnis angeht, gäbe es da keine Probleme. Peugeot bewegt sich in einer für die Automobilhersteller normalen Spanne, fast alle wichtigen Autobauer liegen da ebenso wie Peugeot in einer Spanne zwischen sechs und neun. Und aus charttechnischer Sicht braucht es jetzt nur noch einer kleinen Anstrengung der Käuferseite, um hier ein wichtiges Signal zu generieren. Die Aktie hatte im vergangenen Herbst mit 21,01 Euro den höchsten Stand seit fast sieben Jahren erreicht, war dort aber nach Entstehung eines Doppeltopps nach unten abgewiesen worden. Im April war der Kurs erneut an diese Linie herangelaufen, wurde ausgebremst, startet jetzt aber den nächsten Anlauf, nach oben auszubrechen. Wird das schon wieder ein Doppeltopp – oder gelingt der Ausbruch diesmal? Das wird sich kurzfristig entscheiden. Sollte Peugeot über diese mehrjährige Höchstmarke von 21,01 Euro hinauslaufen, mit einem Anstieg von etwa einem Prozent über dem Hoch ein signifikantes Signal generieren, läge die nächste nennenswerte charttechnische Widerstandszone bei 23,32 zu 24,26 Euro, das sind die Hochs des Jahres 2011. Dazu wäre Rückenwind in Form starker Umsatz- und Gewinnsteigerungen hilfreich, ansonsten wäre die Aktie eher teuer bewertet. Im Gegenzug würde das Szenario hier kurzfristig bärisch, sollte der Kurs unter 19,70 Euro und damit unter dem letzten Zwischentief schließen. Denn dann hätten wir hier doch noch ein Doppeltopp und damit eine Indikation zugunsten einer größeren Korrektur, die an Dynamik gewinnen würde, sollte in ihrem Verlauf auch noch die bei aktuell 18,90 Euro verlaufende 200-Tage-Linie gebrochen werden.

Chart vom 18.05.2018, Kurs 20,64 Euro, Kürzel UG

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