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DAX: Eigentlich ist das eine politische Rallye

Mit dem kräftigen Zugewinn des Donnerstags verließ der DAX seine kurzfristige Konsolidierungszone um 13.000 Punkte. Angesichts der heute anstehenden Abrechnung von Index-Optionen an der Terminbörse hätte es nicht überraschen dürfen, wäre der DAX an einem so typischen Abrechnungslevel wie der runden 13.000 vorerst hängen geblieben und hätte ggf. erst in der kommenden Woche wieder Fahrt aufgenommen. Aber es schien, als hätten diejenigen großen Akteure am Terminmarkt, die als Verkäufer (Stillhalter) von DAX Call-Optionen durchaus nicht daran interessiert sein können, dass der DAX „zu hoch“ in die Abrechnung geht, keine Chance gehabt, den deutschen Leitindex zu bremsen. Rein charttechnisch betrachtet passt damit weiterhin alles für die Bullen. Nachdem es gelungen war, nach der 200-Tage-Linie bei 12.690 Punkten auch die darüber liegenden, bis 12.848 Punkte hinausreichenden Widerstände aus dem Weg zu räumen, ist der Weg grundsätzlich bis an die beiden markanten Hochs der letzten Monate frei: an das November-Hoch bei 13.525 Punkten sowie an den bisherigen Verlaufsrekord bei 12.597 Zählern, den der DAX am 23. Januar erzielt hatte. Die Frage stellt sich indes: Wie dünn ist das Eis, auf dem die bullischen Trader derzeit tanzen?

Expertenmeinung: Die Antwort auf diese Frage findet sich in der Politik. Denn eigentlich ist das, was wir beim DAX sehen, ebenso eine politische Hausse, wie es die „Trump-Hausse“ 2017 in den USA war. Man nimmt das nicht so sehr wahr wie im Vorjahr an der Wall Street, aber im Prinzip ist das, was den DAX antreibt dasselbe, was Dow Jones & Co. seit Ende Januar daran hindert, an die alte Dynamik anzuknüpfen: Die Enttäuschung darüber, dass die US-Regierung nicht imstande war und ist, das von den US-Bullen erwartete starke Wachstum zu generieren. Außer der US-Steuerreform hat die Regierung keines der angekündigten, großen Projekte durchgebracht, die doch eigentlich im Eiltempo und völlig problemlos auf den Weg gebracht werden sollten. Und die Steuerreform wirkt bislang nur in Form eines Gewinnsprungs in den Bilanzen der US-Großunternehmen, nicht aber bei den Löhnen, beim Konsum und beim Bruttoinlandsprodukt. Hinzu kommt, dass sich die USA in Bezug auf den Handelskonflikt und den Nahen Osten auf immens dünnem Eis bewegen, das jederzeit brechen kann. Und Europa und der DAX als der dort meistbeachtete aller Indizes haben jetzt die Chance, die die USA zu verspielen drohen. Hier kommt die Währung wieder zurück, lässt die Exporteure aufatmen. Hier sind die Kapitalmarktzinsen weiterhin niedrig. Hier hat man ein gutes Verhältnis zu den großen Partnern im Welthandel. Kurz: Das Eis, auf dem die DAX-Bullen tanzen, ist weitaus dicker als das der US-Bullen. Und je mehr auch große, international agierende Adressen das erkennen, desto größer wird die Chance, dass nach und nach auch Kapital heraus aus der Wall Street in den DAX umgeschichtet wird. Fazit: Der Trend passt, die Chance, die bisherigen Rekordhochs zu erreichen, ist recht gut. Nichtsdestotrotz ist eine konsequente Gewinnsicherung nach wie vor das A und O. Hierfür würde sich die 20-Tage-Linie, die zuletzt Ende April einen Rücksetzer auffangen konnte, als Orientierung anbieten; die verlief am Donnerstag bei 12.777 Zählern und läuft dem DAX derzeit zügig hinterher.

Chart vom 17.05.2018, Kurs 13.114.61 Punkte, Kürzel DAX

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