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Tesla: Zu viele Zweifler sind der Bullen Tod

Wenn man sich die Skepsis ansieht, die durch die Nachrichten zu Tesla über die vergangenen Wochen durchscheint, hat man den Eindruck, dass die Aktie längst reif für einen größeren Abwärtsimpuls wäre, wenn nicht einige überzeugte Bullen noch mit aller Macht die Stellung halten würden. Die Frage darf indessen gestellt werden: Wie lange noch? Sollte Tesla Anfang Juli verkünden können, dass das erklärte Ziel, per Ende Juni die Zahl von 5.000 produzierten Model 3 pro Woche erreicht zu haben, geschafft ist, würde die Zuversicht ohne Zweifel massiv wiederbelebt werden. Aber wird Tesla dieses Ziel wirklich erreichen? Es steht definitiv viel auf dem Spiel. Die Aktie zeigt seit vergangenem Sommer immer wieder und immer öfter Schwächeanfälle. Zuletzt wurde eine einigermaßen Hoffnung machende Quartalsbilanz für das erste Quartal durch eine desaströse Telefonkonferenz mit den Analysten zunichtegemacht, in der Tesla nicht glaubwürdig darlegen konnte, warum man in diesem Jahr weniger Investitionskosten haben werde, warum kein neues Kapital benötigt werde und wie man dieses Produktionsziel der 5.000 Model 3 erreichen wolle, nachdem es per Ende April nur für 2.270 Fahrzeuge pro Woche gereicht hatte. Diese Fragen bleiben unverändert offen. Und die Zahl der Analysten, die den Daumen senken, steigt:

Expertenmeinung: Goldman Sachs und J.P. Morgan waren ohnehin seit langem skeptisch und sehen Kursziele unter 200 US-Dollar. Am Dienstag kam noch Morgan Stanley hinzu. Dort hatte man zuletzt noch ein eher optimistisches Kursziel von 376 US-Dollar, erwartet aber Margendruck und senkte die Zielmarke deutlich auf 291 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel der die Aktie beobachtenden Analysten wandert sukzessive tiefer und liegt momentan um 300 US-Dollar, nur ein Drittel hat noch eine „Kaufen“- oder „Übergewichten“-Einstufung. Mit dem gesenkten Kursziel von Morgan Stanley am Dienstag ist die Aktie wieder nahe an die kurzfristige Verteidigungslinie der Bullen bei 275 US-Dollar gerutscht. Fiele sie, wäre die nächste Auffangzone im Bereich 240/245 US-Dollar zu finden. Und darunter … wäre viel Spielraum für eine Welle an enttäuschten, aussteigenden Marktteilnehmern, die bis zuletzt sicher waren, Tesla würde bald tiefschwarze Zahlen schreiben. Doch ob sich die Hoffnungen wirklich in Luft auflösen oder nicht – vor Anfang Juli wird das womöglich offen bleiben. Solange die Chance besteht, dass Tesla wirklich schafft, was man dort verspricht, sollten Short-Signale durch Schlusskurse unter 275 und 240 US-Dollar daher mit der gebotenen Vorsicht betrachtet werden.

Chart vom 16.05.2018, Kurs 286,48 US-Dollar, Kürzel TSLA

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