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Osram jetzt wieder zurück im Rallyemodus?

Die Osram Licht AG ist einer der weltweit führenden Hersteller von Lichtelementen. Vor dem Börsengang 2013 war das Unternehmen Teil des Siemens-Konzerns.
Das Portfolio reicht von Hightech-Anwendungen auf der Basis halbleiterbasierter Technologien, wie Infrarot oder Laser, bis hin zu vernetzten intelligenten Beleuchtungslösungen in Gebäuden und Städten. Operativ ist der Konzern in vier Sparten gegliedert.

Im Bereich Specialty Lighting wird ein weites Spektrum an Lampen und Systemen für diverse Branchen und Spezialanwendungen angeboten. Dazu gehören Fahrzeugbeleuchtungen, OLED- und Lasertechnologien sowie Speziallampen für Bühnen-, Kino- und Studiobeleuchtung.
Das Segment Opto Semiconductors beinhaltet das Geschäft mit optischen Halbleitern wie LEDs und anderen Optohalbleitern.
Der Geschäftsbereich Digital Systems umfasst unter anderem Light-Engines, elektronische Betriebsgeräte und Lichtmanagementsysteme.
Das Leuchten- und Lösungsgeschäft ist in der Business Unit Lightning Solutions organisiert. Hierzu zählen beispielsweise die Herstellung und der Vertrieb von Leuchten, intelligenten, vernetzten Beleuchtungslösungen sowie Projekte im Bereich Straßen und Architekturbeleuchtung.

Das Geschäft mit traditionellen Glühbirnen gehört nach dem Verkauf im Jahr 2017 an ein chinesisches Konsortium hingegen nicht mehr zum Konzern.

Läuft das Geschäft?

Es ergibt sich durchaus ein gemischtes Bild. Ab 2012 liegen gesonderte Unternehmenszahlen für Osram vor. In diesem Zeitraum ist der Umsatz von 5,4 auf 4,12 Mrd. Euro gesunken. Das Tief wurde jedoch 2015 erreicht, seitdem geht es mit den Einnahmen wieder aufwärts.
Das operative Ergebnis hinkt allerdings hinterher, das Ergebnis je Aktie sank im zurückliegenden Geschäftsjahr von 3,83 auf 2,26 Euro.
Es lässt sich also kein klarer Trend erkennen und die Zahlen sind eher durchwachsen.

Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr liegen bereits die Zahlen für die ersten zwei Quartale vor. Leider lösen sie auch keine Freudensprünge aus. Der Umsatz ist von 2,042 auf 2,038 Mrd. Euro leicht gesunken. Die Kosten sind hingegen etwas gestiegen und das operative Ergebnis war somit rückläufig. Der Gewinn je Aktie sank von 1,23 auf 1,07 Euro. Osram führte als Begründung vor allem negative Währungseffekte an.

Der Ausblick ist auch nicht viel optimistischer. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3-5% und einen freien Cashflow von 50-150 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie soll bei 1,90 – 2,10 Euro liegen und somit weit unter den bisherigen Analystenerwartungen von durchschnittlich 2,60 Euro je Aktie und dem Vorjahreswert von 2,26 Euro.

Osram kommt somit für das abgelaufene Geschäftsjahr auf ein KGV von 23,5 und für 2018 auf ein KGVe von 26,7. Die Dividendenrendite liegt bei 2,1%. In Anbetracht der durchwachsenden Zahlen und des schwachen Ausblicks erscheint die Bewertung trotz der erheblichen Korrektur nicht attraktiv.

Charttechnischer Ausblick

Nach dem Börsengang gehörte die Aktie zu den Lieblingen der Anleger und der Kurs verdreifachte sich im Hoch. Dementsprechend wird das Chartbild weiterhin von Aufwärtstrends dominiert, auch wenn die Aktie zuletzt deutlich unter Druck gekommen ist.

Die jüngste Korrektur verlief äußerst steil und erst die Unterstützung bei 47,50 Euro konnte den Bären Einhalt gebieten. Für die Bullen Rettung in letzter Minute, darunter wäre das Chartbild vollkommen gekippt. Gelingt nun ein nachhaltiger Ausbruch über 53,50 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem ersten Kursziel bei 56,00 Euro. Darüber rückt die psychologisch wichtige 60-Euro-Marke in den Fokus der Anleger.
Trotz der fundamental schwierigen Lage ist eine größere Gegenbewegung, schon aus technischen Gründen, wahrscheinlich.

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