Börsenblick

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CBS: Entertainment fürs Depot

CBS Corp ist eines der führenden US-Medienhäuser. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst praktisch alle Bereiche der Medien- und Unterhaltungsbranche, einschließlich Kabel, Verlagswesen, lokales Fernsehen, Film sowie interaktive Medien.

Das Flaggschiff ist das gleichnamige und in den USA reichweitenstärkste Fernsehnetzwerk CBS. Darüber hinaus besitzt man eine der weltweit größten Bibliotheken für Unterhaltungsinhalte, darunter beispielsweise Star Trek.

CBS nimmt wieder Fahrt auf

Seit dem obligatorischen Gewinneinbruch in der Finanzkrise geht es mit CBS stetig bergauf. Zwar stagniert der Umsatz weitgehend, doch das Geschäft ist hochprofitabel. Ein bedeutender Teil des Cashflows wird für den Rückkauf von eigenen Aktien genutzt. Die Zahl frei gehandelten Papieren sank seit 2010 von 694 Mio. auf 400 Mio.
Dadurch legte der Gewinn je Aktie im selben Zeitraum von 1,11 auf einen Rekordwert von 4,40 USD im Vorjahr zu. Für das laufende Geschäftsjahr werden 5,25 USD erwartet.

Der freie Cashflow lag in den meisten Jahren zwischen 1,0 und 1,5 Mrd. USD, was im Verhältnis zum Börsenwert von rund 20,0 Mrd. USD ebenfalls attraktiv erscheint.
In den letzten Quartalen wurden darüber hinaus durchweg die Erwartungen übertroffen. Dass die Aktie darauf bisher nicht reagiert hat, ist schon bemerkenswert. Doch warum ist das der Fall?

Unsicherheit aber kein Risiko

Die Gesamtsituation ist für die meisten Anleger schlichtweg unüberschaubar. Die Mehrheitseignerin Shari Redstone hatte CBS wiederholt dazu gedrängt, die ehemalige Tochter Viacom wieder zu übernehmen. Gerüchten zufolge wurde auch eine Einigung über den Kaufpreis erzielt, jedoch nicht um die zukünftigen Machtverhältnisse.
Durch die Fusion wäre der Anteil der Stimmrechte von Redstone am Gesamtunternehmen deutlich gestiegen. Inzwischen ist der Vorgang vor Gericht.
Die Aktie von Viacom wurde daraufhin ebenfalls abgestraft, die P/E liegt derzeit bei 6. Der ganze Vorgang ist natürlich äußerst unschön, jedoch bereits eingepreist und für Anleger ohnehin kaum eine Gefahr. Denn der Hauptaktionär von beiden Unternehmen bleibt derselbe und auch Redstone hat natürlich vor allem steigende Kurse im Sinn.

Darüber hinaus scheint auch Verizon Interesse an CBS zu haben und könnte die Situation ausnutzen wollen. Immer wieder kommen Gerüchte auf, dass man eine Übernahme anstreben könnte.
Egal, welches Szenario eintreffen sollte, eigentlich scheint keine Option ein echtes Problem für die Aktionäre von CBS zu sein.
Die Unsicherheit ist also groß, das Risiko jedoch nicht. Der Valueinvestor Mohnish Pabrai hat diesem Thema ein ganzes Buch gewidmet. Seiner These nach verwechselt die Wall Street immer wieder Unsicherheit und Risiko, genau in diesen Situationen könne man Gewinne erzielen.

Starke Prognose

Kommen wir zurück zu den Zahlen. In den zurückliegenden zehn Jahren lag das Gewinnwachstum bei rund 20% pro Jahr und auch für die kommenden Jahre werden durchschnittlich 16% erwartet.

CBS wird derzeit jedoch nur mit einer P/E von 12 bewertet. Die forward P/E liegt bei 10,1. In Anbetracht des Gewinnsprungs eine erstaunlich niedrige Bewertung. Und auch im historischen Vergleich, denn meist lag die P/E zwischen 16 und 18.

Charttechnischer Ausblick

Trotz der langwierigen Seitwärtsbewegung ist die Aktie ein Outperformer und die Bewertung ist dadurch auf das niedrigste Niveau seit über 10 Jahren gefallen. Es fehlt nur noch das Momentum, doch sollte der Wert Fahrt aufnehmen, besteht erhebliches Potenzial.

Zwischen 49,50 und 50,80 USD scheint der Wert gut abgesichert, hier würde sich ein antizyklischer Einstieg anbieten.
Erste prozyklische Kaufsignale würden sich mit einem Wochenschluss über 53,50 USD ergeben. Erste Kursziele lägen dann bei 57,60 und 60,00 USD.

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