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Nordex: Starke Zahlen, aber die Bären wehren sich!

Die Hoffnung, dass sich die Lage beim Windkraftanlagenbauer Nordex durch die in den vergangenen Wochen gemeldeten, starken Auftragseingänge besser darstellen könnte als in der sehr verhaltenen Prognose des Unternehmens avisiert, wurden erfüllt: Gestern Früh wurde die Bilanz des ersten Quartals auf den Tisch gelegt – und die fiel sehr erfreulich aus: Der Umsatz lag zwar in den ersten drei Monaten mit 488 Millionen Euro sehr klar unter dem des Vorjahresquartals, als noch 648 Millionen erreicht wurden. Auch der Gewinn lag als EBITDA mit nur 20 Millionen Euro deutlich unter dem des Vorjahres (51 Millionen). Aber das basierte auf Entwicklungen, die bekannt waren. Wichtiger war der Blick nach vorne – und der ist beeindruckend: Im ersten Quartal kamen Aufträge im Volumen von knapp 820 Millionen Euro herein, weit mehr als die 333 Millionen, die im Vorjahresquartal akquiriert werden konnten. Das sieht damit für die kommenden Monate gut aus. Und auch, wenn Nordex die vorsichtige Prognose für 2018 „nur“ bestätigte, da dürfte manch einer den Eindruck bekommen haben, dass womöglich gegen Sommer eine Anhebung kommen könnte. Es konnte nicht überraschen, dass die Aktie daraufhin durchstartete. Aber es war auch keine Überraschung, dass die Bären versuchen, sich zu behaupten. Die Chartkonstellation ist extrem spannend:

Expertenmeinung: Im Tageshoch hatte Nordex 9,95 Euro, ein Plus von 12,3 Prozent, erreicht. Doch auch, wenn am Ende stattliche 9,4 Prozent übrig blieben, der Blick auf den Chart macht ganz klar: Die Leerverkäufer, d.h. die „Bären“, halten dagegen. Denn dort, wo Nordex im Hoch angekommen war, wird es für diejenigen, die Aktien leer verkauft haben, d.h. Aktien verkauft haben, die sie gar nicht besitzen, sondern sich geliehen haben und damit Nordex-Aktien am Markt kaufen müssten, um ihre Positionen wieder zu schließen, gefährlich. Nordex war nach zähem Ringen Ende April an der wichtigen 200-Tage-Linie nach unten abgewiesen worden. Auch die 20-Tage-Linie war im Zuge des jüngsten Abwärtsimpulses unterboten worden. Mit dem Anstieg gestern war Nordex im Hoch mit einem Schlag über diese Hürden hinaus gestiegen und hatte sogar die Verlaufshochs bei 9,91 Euro, die im Zuge des Kampfes um die 200-Tage-Linie im April markiert wurden, kurz überboten. Würde die Aktie diesen Level überwinden, hieße das für viele Leerverkäufer: Nordex-Aktien kaufen, um die Position zu schließen und den Verlust zu begrenzen. Zu den „normalen“ Käufen kämen dann also noch die Eindeckungen der Bären – und damit könnte Nordex zu einer Rakete werden, die mit den sehr starken Auftragseingängen auch entsprechenden Rückenwind hätte. Wer gewinnt dieses Ringen? Würde Nordex das gestrige Tageshoch mit Schlusskursen über zehn Euro überwinden, wäre auch die ganze vorgenannte Phalanx an Widerstandslinien genommen, das spräche für Anschlusskäufe und die Chance, dass die Bären die Flucht ergreifen würden. Gelingt es indes, diesen Ausbruchsversuch durch Schlusskurse unter der derzeit bei 9,37 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie abzuweisen, würde das positive Signal der starken Auftragseingänge schnell verblassen und die Aktie erneut unter Druck geraten, der sich im Fall von Closings unter dem bisherigen Monatstief von 8,79 Euro noch intensivieren könnte.

Chart vom 15.05.2018, Kurs 9,69 Euro, Kürzel NDX1

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