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Metro: Auch nach der Quartalsbilanz ein Ruhekissen für die Bären

Eigentlich hatten die Analysten nichts anderes erwartet als das, was der im vergangenen Sommer um die Elektronik-Ketten Media Markt und Saturn im Zuge der Aufspaltung in Metro und Ceconomy „erleichterte“ Einzelhandelskonzern Metro gestern Morgen für sein zweites Geschäftsquartal auf den Tisch gelegt hatte. Der Umsatz lag auf dem Niveau des Vorjahres, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) klar darunter. Und der Nettogewinn war keiner, sondern ein Nettoverlust von 52 Millionen Euro. Die Erwartungen waren deswegen schon im Vorfeld so mager, weil Metro seine Geschäftsjahresprognose bereits am 20. April gesenkt hatte. Die Reaktion darauf lässt sich im Chart nicht übersehen, binnen zwei Tagen sackte das Papier um knapp 20 Prozent durch. So betrachtet hätten sich die Anleger gestern sagen können „immerhin ist es nicht schlimmer gekommen“ und die gedrückten Kurse dazu nutzen können, vorsichtig „Bottom Fishing“ zu betreiben, zumal Metro den gesenkten Ausblick bestätigte. Dass das nicht passierte, macht eines klar:

Expertenmeinung: So etwas wie Optimismus bringen die meisten Investoren Metro derzeit definitiv nicht entgegen. Wenn alle schwarz sehen, birgt das zwar für Short-Trades das Risiko, dass dem Markt die Verkäufer ausgehen könnten und es bei einer positiven Überraschung zu einem blitzschnellen und weiterreichenden Kurssprung kommen kann, die alleine durch das Eindecken von Short-Positionen hervorgerufen werden kann (eine sogenannte Short Squeeze). Aber noch sehen die Bären diese Aktie als Ruhekissen, weil sie nicht befürchten, dass Metro in seiner derzeitigen Lage zu solchen positiven Überraschungen imstande sein könnte. Also gab es aufgrund von Bilanzdaten, mit denen man im Vorfeld rechnen konnte und die bereits Verkäufe ausgelöst hatten, erneuten Verkaufsdruck der Bären. Und wie der Schlusskurs nahe am Tagestief andeutete, hält auch auf diesem neuen Rekordtief der erst im September 2017 durch die oben genannte Aufspaltung entstandenen Aktie offenbar niemand die Hand auf. Dennoch sollte man hier als Short-Trader nicht zu leichtsinnig agieren, sondern auf eine konsequente Absicherung achten. Die Widerstandslinie bei 12,08 Euro in Kombination mit der momentan bei 12,26 Euro verlaufenden, aber zügig fallenden 20-Tage-Linie wäre ein Bereich, der sich für eine Absicherung von Short-Trades als Orientierung anbieten würde.

Chart vom 15.05.2018, Kurs 11,25 Euro, Kürzel B4B

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