Börsenblick

Zurück Mai Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aumann: Die Bullen sind aufgewacht

Aumann, eine Tochter der MBB und im März in den TecDAX aufgestiegen, ist ein Hersteller von Spezialmaschinen mit Schwerpunkt Elektromobilität. Aumann agiert also in einer Zukunftsbranche – und wächst entsprechend. Der Umsatz hat sich zwischen 2015 und 2017 verdoppelt – und die Analysten rechnen damit, dass sich diese positive Entwicklung beim Umsatz ebenso fortsetzt wie in Bezug auf die Gewinne, wenngleich nicht im bisherigen Tempo. Trotzdem hat sich der Kurs der Aktie zwischen Oktober 2017 und April 2018 in der Spitze halbiert. Das lag nicht daran, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten wäre, die Erwartungshaltung einiger Marktteilnehmer war offenbar einfach zu hoch – und die Aktie sehr „teuer“. Bezogen auf das Kurs/Gewinn-Verhältnis hatte die Aumann-Aktie beim Erreichen ihres bisherigen Rekordkurses von 95,48 Euro ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 65 … bezogen auf die erwarteten Gewinne in 2018, die ja erst einmal erzielt werden müssten. Der Abverkauf der Aktie war damit durchaus nachvollziehbar: Aus einer Art Erwartungs-Blase entwich die Luft. Doch jetzt stellt sich die Gemengelage anders dar. Vor allem, seitdem Aumann am Montag seine Bilanz für das erste Quartal präsentierte und dadurch klar machte: Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Konkret:

Expertenmeinung: Der Umsatz lag in den ersten drei Monaten des Jahres bei 63,2 Millionen Euro und damit 25 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2017. Der Gewinn legte um gut 17 Prozent zu. Das waren zwar keine großen Überraschungen. Aber diese guten Ergebnisse trafen auf ein Kursbild, das „reif“ für einen Aufwärtsimpuls war. Sie sehen im Chart, dass Aumann seit Anfang April ein Doppeltief ausgebildet hatte, dessen Nackenlinie durch den Bereich 54,70/56,20 Euro gestellt wurde. In diesen Bereich war der Kurs im Vorfeld der Quartalszahlen bereits hineingelaufen. Aber unmittelbar am Tag davon gab es Abgabedruck. Was andeutet, dass da einige offenbar der Ansicht waren, dass diese Ergebnisse enttäuschen würden. Doch da lag man falsch – und entsprechend deutlich fiel die Reaktion aus. Denn immerhin: Auch, wenn das Wachstum in diesem ersten Quartal nicht durch die Decke ging, die Aktie war nach der vorangegangenen Halbierung eben deutlich günstiger bewertet, das nutzten die Marktteilnehmer, um zuzugreifen – und erreichten damit einen charttechnischen Befreiungsschlag. Ausgehend von der zuvor gehaltenen 20-Tage-Linie ging es über die Nackenlinie des Doppeltiefs hinaus am Montag genau an die mittelfristige Oktober-Abwärtstrendlinie. Dort hätten die Bären dagegen halten können – aber von denen war auf einmal nichts mehr zu sehen. Die Aktie überwand am Dienstag auch diese Hürde und ist damit aus charttechnischer Sicht nach oben erst einmal frei. Zwar kann man nicht unterstellen, dass die Bäume auf einmal wieder in den Himmel wachsen werden, denn diese Quartalsbilanz rechtfertigt nicht, das alte Rekordhoch wieder anzusteuern – dann wäre Aumann schon wieder zu teuer. Aber ein Anlauf in die Widerstandszone 69/74 Euro, das wäre hier durchaus denkbar.

Chart vom 15.05.2018, Kurs 61,00 Euro, Kürzel AAG

Auch interessant:

Schuldenkrise- Plant Italien, die EU zu erpressen? - Interview mit Robert Halver
Investingtour 2018 - US-Börsenhandel hautnah erleben | Teil 1
DAX - Trendwechsel erkennen | LYNX Marktkommentar
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN