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EuroStoxx 50: Bullischer Crossover, aber …

Das Überkreuzen zweier wichtiger gleitender Durchschnitte ist ein Signal, das kaum einem technisch orientierten Investor entgeht. Es zeigt, dass der Kurs nicht nur wieder über wichtigen, mittelfristigen Durchschnittlinien verläuft, sondern auch die kurzfristigen Linien so steigen, dass man eine solide Dynamik in der Aufwärtsbewegung unterstellen darf. Gerade ein sogenannter „Crossover“ der von kurzfristigen Tradern gerne als Leitstrahl gesehenen 20-Tage-Linie über die 200-Tage-Linie, die von mittel- und langfristigen Investoren als „Scheidemarke“ zwischen bärischem und bullischem Terrain gesehen wird, ist da ein bedeutsames Signal. Ein solcher Crossover bedeutet aber nicht, dass der Kurs danach zwingend sofort weiter steigen müsste. Das gilt auch für den europäischen Leitindex Euro Stoxx 50, der dieses Signal zum Ende der vergangenen Woche generierte. Wir sehen momentan ein Verharren in einer engen Handelsspanne, nachdem der Index seit Ende März in der Spitze 300 Punkte hat zulegen können. Das kann in eine nur relativ kurze Zeit währende Seitwärts-Konsolidierung münden, kann aber auch einen größeren Rücksetzer nach sich ziehen, der in dieser derzeitigen Gemengelage auch beinahe überfällig wären, denn:

Expertenmeinung: Viele große europäische Unternehmen konnten im ersten Quartal mit ihren Bilanzen nicht gerade überzeugen. Und immer wieder tauchte dafür eine Begründung auf: Der ungünstige Wechselkurs, sprich der durch die Abwertungs-Welle des US-Dollars stark gestiegen, die Eurozone-Exporte behindernde Euro. Der hatte zuletzt eine Wende nach unten vollzogen, die die Hoffnung anfachte, dass dieser „Spuk“ einer Euro-Aufwertung überstanden sei. Derzeit bewegt sich der Euro/US-Dollar-Kurs jedoch in einer Gegenbewegung nach oben. Es wäre nicht überraschend, wenn die Käufe beim Euro Stoxx 50 erst wieder einsetzen würden, wenn auch der Euro zum US-Dollar wieder nach unten dreht. Aus markttechnischer Sicht sehen wir zugleich in klar überkauftes Niveau, wobei der hier eingeblendete Stochastik-Oszillator hervorhebt, was auch das reine Kursbild nicht verbergen kann: Seit Ende März hatte es beim Euro Stoxx 50 keinen Rücksetzer gegeben, der den Namen „Korrektur“ verdient hätte. Die Luft ist derzeit also ein wenig dünn geworden. Aber erst, wenn der Index nennenswert unter der aktuell bei 3.515 Punkten verlaufenden 200-Tage-Linie schließen würde, wäre das jetzt wieder auch mittelfristig bullisch wirkende Gesamtbild so angeschlagen, dass sich spekulative Trader erste Gedanken über einen kleinen Short-Trade machen könnten.

Chart vom 14.05.2018, Kurs 3.565,74 Punkte, Kürzel SX5E

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