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Nasdaq 100: Besser zweimal hinschauen!

Auf den ersten Blick hätte es nicht besser laufen können. Ende April war der Nasdaq 100 noch nahe an die immens wichtige Supportzone aus mittelfristiger Aufwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie gerutscht, dann aber gelang dort der Turnaround, der in eine Aufwärtsbewegung mündete, die deutlich an Fahrt aufnahm, als der Index mit dem Rückenwind der US-Arbeitsmarktdaten am 4. Mai über die kurzfristige Abwärtstrendlinie lief und Mitte der vergangenen Woche das Zwischenhoch vom April bezwang. Die Zwischenhochs vom Januar und Februar bei 7.023 und 7.004 Punkten wirken jetzt wie leicht zu bewältigende Hürden … und es wären die letzten, die den technologielastigen Nasdaq 100 von einem Anlauf an und womöglich über das bisherige Allzeithoch bei 7.183 Zählern trennen würden. Was könnte da jetzt noch daneben gehen? Wenn man genauer hinsieht: einiges. Zunächst hat diese Rallye keinen Rückhalt bei den normalerweise das Geschehen entscheidend bestimmenden Rahmenbedingungen:

Expertenmeinung: So waren die US-Arbeitsmarktdaten, mit denen der Sprung über die Abwärtstrendlinie gelang, bei genauem Hinsehen keineswegs überzeugend. Und neben weiterhin eher gemischten Konjunkturdaten, die den Eindruck erwecken, dass die vorher hoch gelobte und mit massiven Vorschusslorbeeren versehene Steuerreform in Bezug auf das US-Wirtschaftswachstum ins Leere läuft, sehen wir keine Beruhigung in Bezug auf die Handelskonflikte oder die Entwicklung um den Iran. Die USA agieren politisch mit der Brechstange, machen sich so zusehends zu einem höchst ungeliebten Handelspartner. Und dass das spurlos an den Umsätzen der US-Unternehmen vorbeigehen wird, ist stark zu bezweifeln. Hinzu kommt, dass das Chartbild des Nasdaq 100 so überzeugend gar nicht ist. Sollte der Index an den vorgenannten Hürden bei 7.004 und 7.023 Punkten nicht vorbeikommen, kann es schnell wieder eng werden, denn das Bild einer potenziellen Toppbildung bliebe dann erhalten. Und dass der Index die Woche mit einem Harami abschloss, d.h. mit einem Doji innerhalb des Kerzenkörpers des Vortags, ist zumindest ein Grund, vorsichtig zu bleiben. Schlusskurse unterhalb des April-Hochs (6.843 Punkte) und der zuletzt bei 6.726 Punkten notierenden, zügig steigenden 20-Tage-Linie wären ein Anlass, um bullische Positionen hier sicherheitshalber zumindest zu reduzieren.

Chart vom 11.05.2018, Kurs 6.952,56 Punkte, Kürzel NDX

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