Börsenblick

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K+S mit mehrjährigem Kaufsignal

K+S, ehemals Kali und Salz ist einer der weltweit führenden Bergbau und Chemiekonzerne im Bereich mineralische Rohstoffe und ihrer Förderung und Veredelung. Der Konzern ist der größte Salzproduzent der Welt und auch im Bereich kali- und magnesiumhaltiger Produkte einer der größten Hersteller. Daneben bietet K+S Dienstleistungen in den Bereichen Entsorgung, Recycling, Handel, Logistik und IT an.

Das Produktspektrum umfasst neben zahlreichen Düngemitteln, Pflanzenpflegeprodukten und Tierhygienemitteln auch etliche Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure und Natriumkarbonat. Zu den Abnehmern des Unternehmens zählen beispielsweise Glashütten, Metallverarbeitungsbetriebe, Waschmittelproduzenten, die Pharmaindustrie, Brauereien sowie Städte und Kommunen.

Es knirscht im Gebälk

Aus den langfristigen Unternehmenszahlen sind durchaus bedeutende Probleme abzulesen. Selbst auf Sicht von 10 Jahren ist kein Wachstum zu erkennen und der Umsatz ist von 4,79 auf 3,62 Mrd. Euro gesunken. Gleichzeitig sind die Margen rückläufig, das Nettoergebnis ist von 871 Mio. im Hoch auf zuletzt 184 Mio. Euro gefallen. Gleiches gilt für das Ergebnis je Aktie, welches von über 5,00 auf zuletzt 0,96 Euro geradezu kollabiert ist.
Die schlechte Entwicklung ist auf allen Ebenen abzulesen, selbst beim Buchwert kann man seit Jahren keine Erfolge mehr verbuchen. Der freie Cashflow ist seit 2014 negativ.

Das zurückliegende Geschäftsjahr gestaltete sich in diesem Zusammenhang allerdings recht positiv. Der Umsatz legte um 5% zu und das Ergebnis je Aktie klettere von 0,91 auf 0,96 Euro je Aktie. Es ist zumindest eine Stabilisierung zu erkennen.

Wie sehen die jüngsten Zahlen aus?

Die am 14.Mai vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal werden von der Börse jedoch positiv aufgenommen. Demnach stieg der Umsatz auf Jahressicht um 3,9% auf 1,17 Mrd. Euro und das EBITDA um 12,3% auf 236,8 Mio. Euro. Das bereinigte Ergebnis sank allerdings von 0,49 auf 0,44 Euro je Aktie.

Der Ausblick sieht allerdings sehr positiv aus, demnach sollte der Turnaround bei der Profitabilität erreicht sein. Der Gewinn je Aktie soll in diesem Jahr von 0,96 auf 1,40 je Aktie deutlich steigen. Im Folgejahr sollen gar 1,80 Euro erreicht werden.
K+S kommt somit auf ein KGV von 26 und für das laufende Geschäftsjahr auf ein KGV von 17,8. Die Ziele scheinen insgesamt sehr ambitioniert. Wie bereits angesprochen erzielte der Konzern im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro, will bis 2030 jedoch ein EBITDA von 3,0 Mrd. Euro erzielen.
Sollte es tatsächlich nach Jahren der Probleme gelingen, endlich wieder Fahrt aufzunehmen, wäre die Bewertung durchaus fair. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob das auch gelingt.

Charttechnischer Ausblick

Aus charttechnischer Sicht ergibt sich ein äußerst interessantes Bild. Die Aktie hat nach einer mehrjährigen Abwärtsbewegung über Monate hinweg einen Boden ausgebildet. Dabei ist der Wert immer wieder am Widerstand bei 24,30 Euro gescheitert.
Jetzt könnte der Ausbruch endlich gelingen. Kommt es zu einem Wochenschlusskurs oberhalb von 24,30, oder besser noch über 25,00 Euro, ergäbe sich direktes Aufwärtspotenzial in Richtung 27,00 Euro. Darüber müssten Kursziele bei 28,75 und 30,50 Euro ins Visier genommen werden.

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