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FT-SE 100: Worauf basiert diese Super-Rallye?

Man kann sich nur wundern: Der Londoner Leitindex FT-SE 100 hat gegenüber den Tiefs von Ende März binnen sechs Wochen über zwölf Prozent zugelegt. Vergleichbare Zugewinne hätte der DAX zwar auch zu bieten. Aber in Großbritannien ist das Wachstum niedriger, die Inflation höher und der Trend der Leitzinsen eher nach oben gerichtet – auch, wenn die Bank of England gestern erst einmal von einer Anhebung absah. Außerdem wäre da ja noch der „BrExit“, der die Perspektive der britischen Wirtschaft zwar erheblich beeinflussen wird, von dem aber auch heute, fast zwei Jahre nach der Volksabstimmung, niemand weiß, ob, wann und wie genau dieser Ausstieg aus Europa stattfinden wird. Eigentlich wäre der britische Aktienmarkt damit ein eher ungünstiges Terrain für eine stabile Rallye. Aber charttechnisch stellt sich dieser Kursanstieg bislang tadellos und dynamisch dar:

Expertenmeinung: Aus dem Stand ging es Ende März auf einmal in die Gegenrichtung. Mit einer V-Formation eroberte der FT-SE 100 die Widerstandszone 7.200/7.300 Punkte zurück, lief ohne langes Verharren über die 200-Tage-Linie und vermochte in dieser Woche auch noch die Widerstandszone 7.550/7.600 Punkte zu bezwingen, vor welcher der Index zuvor einige Tage auf der Stelle getreten hatte. Bis zum Jahreshoch bei 7.794 Punkten wäre es jetzt nur noch ein Katzensprung – und darüber wäre der Weg aus charttechnischer Sicht frei, denn dieses Hoch ist zugleich das bisherige Allzeithoch. Kann das gutgehen, der FT-SE 100 wirklich über diese letzte charttechnische Hürde hinaus laufen und sich darüber etablieren? Das kann er, falls das, worauf die bullischen Trader setzten, eintritt: auf eine Wende des britischen Pfunds zum US-Dollar, aber auch zum Euro, nach unten. Denn dann hätten die britischen Unternehmen eine wieder weit bessere Basis für den Export und bessere Perspektiven in Bezug auf die Gewinnentwicklung, zugleich würde dies das Wirtschaftswachstum an sich stützen. Bei beiden Währungspaaren ist die Wende aber noch nicht in trockenen Tüchern, in beiden Fällen notiert das Pfund im Bereich der 200-Tage-Linie. Hier haben die Bullen also reichlich Vorschusslorbeeren verteilt – eine relativ enge Absicherung trendkonformer Long-Trades wäre daher unbedingt zu überlegen; die 20-Tage-Linie, die aktuell bei 7.433 Punkten zu finden ist und dem Index zügig hinterher läuft, würde dahingehend eine sinnvolle Orientierung bieten.

Z_2018_05_11

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