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ProSieben SAT.1: Die Bären zeigen sich gnadenlos

-9,26 Prozent als Quittung für insgesamt im Rahmen der Erwartungen liegende Quartalszahlen und eine bestätigte Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr? Was war denn da gestern bei ProSieben SAT.1 los? Ein Grund, warum die Aktie angesichts dieser eigentlich unauffällig wirkenden Ergebnisse so deutlich abverkauft wurde, mag in der Aussage gelegen haben, dass man seitens des Medienkonzerns für das zweite und dritte Quartal schwächere operative Ergebnisse erwartet. Was aber grundsätzlich so dramatisch nicht werden sollte, wenn das Unternehmen die Gesamtjahresprognose nicht nach unten korrigiert. Ein anderer, wohl schwerer wiegender Grund ist, dass die Analysten ebenso wie die meisten Anleger nicht damit rechnen, dass 2018 ein Jahr mit nennenswertem Wachstum wird. Und was danach kommt, ist bei Medienunternehmen kaum absehbar, denn da kann man planen und hochrechnen, wie man will, gerade der wankelmütige Werbemarkt kann einem da jederzeit einen dicken Strich durch die Hochrechnungen machen. Zwar gibt es andere Aktien im Medienbereich wie z.B. Netflix, bei denen man solche Risiken einfach vom Tisch wischt und immer weiter kauft. Aber zum einen ist Netflix weniger von Werbung abhängig, zum anderen ist Netflix nicht in einem Abwärtstrend unterwegs. Und das ist, was das zackige Minus der Aktie nach diesen Quartalszahlen angeht, der springende Punkt:

Expertenmeinung: Das bärische Lager hat diese Aktie komplett im Griff. Das zeigt sich in diesem längerfristigen Chart auf Wochenbasis besonders deutlich. Denn da sieht man: Die „Wucht“ der Impulse liegt klar auf Seiten der Bären. Sechs Wochen lang hatte sich die Aktie in kleinen, mühseligen Schritten langsam höher gekämpft, jetzt reichte ein schwacher Tag und damit eine voraussichtlich auch schwache Handelswoche, um all das zunichtezumachen und ProSieben SAT.1 genau am unteren Ende der Widerstandszone 31,30/33,05 Euro wieder nach unten abzuweisen. Würde es gelingen, den Kurs auf Wochenschlusskursbasis unter die aus den Tiefs vom November und März zu konstruierende Aufwärtstrendlinie bei 27,30 Euro zu drücken, wäre es nicht auszuschließen, dass die Aktie sogar das Jahrestief 2017 bei 24,50 Euro ansteuert, auch, wenn die Entwicklung bei Umsatz und Gewinn das derzeit keineswegs unterstützen würde. Hielte diese Trendlinie und würde die Aktie hier wieder nach oben drehen, stünde die Chance auf eine Trendwende nach oben angesichts der dann erhalten bleibenden Folge höherer Zwischentiefs zwar weiterhin im Raum. Aber erst, wenn die übergeordnete Abwärtstrendlinie bei 35 Euro bezwungen ist, wäre damit zu rechnen, dass die Bären ProSieben SAT.1 auch nachhaltiger aus ihren Fängen lassen würden.

PSM_2018_05_10

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