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DAX: Neue Gemengelage – auf diesem Boden kann viel wachsen

Skeptiker wiegen angesichts des Kursanstiegs des DAX den Kopf. Das kann nicht gutgehen, hört man aus dem Lager der Zweifler. Haben sie Recht? Dazu müsste man sich einfach mal ansehen, welche Argumente die Bullen und Bären derzeit ins Feld führen können. Beginnen wir mit den Bären:

Sollte heute und morgen nichts mehr allzu sehr schiefgehen, würde der DAX die siebte Woche in Folge mit einem Kursanstieg abschließen. Wäre da nicht langsam ein Rücksetzer fällig? Und was, wenn der ausgerechnet jetzt käme, so knapp unter 13.000 Punkten? Immerhin war der DAX schon einmal, vor einem Jahr, in dieser Zone abgewiesen worden. Und betrachtet man sich den deutschen Leitindex auf Wochenbasis, springt die grundsätzliche Möglichkeit ins Auge, dass sich eine gewaltige Trendwendeformation ausbilden könnte, sollte der DAX jetzt nach unten eindrehen und damit die rechte Schulter einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbilden. Das wäre, würde diese Formation dann auch noch mit einem Bruch der Nackenlinien-Zone bei 11.727/11.868 Punkten vollendet, in der Tat eine Basis, um für den Rest des Jahres mit lukrativen Short-Trades rechnen zu können. Aber wie realistisch ist das?

DAX_2018_05_10_Week

Derzeit wäre es die klar weniger wahrscheinliche Variante, denn das bullische Lager kann momentan mit den weitaus besseren Argumenten dienen. Auch, wenn der momentane Anstieg der US-Aktienmärkte sehr nach Käufen aus Angst vor einer Trendwende und nicht nach Käufen aus Überzeugung aussieht, es bestünde eine Chance, die sonst selten auftritt: die Chance, sich von der Wall Street abzukoppeln. Mehr noch, es wäre denkbar, dass der DAX sogar profitiert, sollten die US-Börsen den negativen Perspektiven für die US-Wirtschaft folgen. Denn je mehr sich die USA ins geopolitische Abseits bugsieren, desto besser stehen die Chancen dafür, dass der Rest der Welt nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich zusammenrückt und so in Bezug auf den Welthandel auf freundschaftliche Weise erreicht, was den USA mit ihrer Brechstangen-Taktik nicht gelingt. Dazu kommt, dass der über ein Jahr lang immens gestiegene und so den Eurozone-Export ausbremsende Euro nach unten gedreht hat. Sofern diese Tendenz einer Normalisierung am Devisenmarkt nicht völlig ins Gegenteil umschlägt, wäre auch das ein erhebliches Pfund zu Gunsten der Bullen.

DAX_2018_05_10_Day

Nun kann an der Börse nichts absolut sicher sein, dazu gibt es zu viele Einflussfaktoren, die nicht selten völlig unverhofft auf die Kurse wirken. Aber das charttechnische Bild auf Tagesbasis zeigt einen DAX, der aus Sicht der Bullen ohne Wenn und Aber „passt“. Oberhalb des derzeitigen Levels warten erst einmal keine charttechnischen Hürden, auf der Unterseite hingegen hat sich der Index durch eine ganze Phalanx an Widerständen hindurch gekämpft, die jetzt, beginnend mit der 20-Tage-Linie bei 12.609 Punkten bis hinauf zum November-Tief bei 12.848 Punkten, allesamt als Unterstützungen fungieren. Rücksetzer in diese Zone können natürlich jederzeit auftreten. Aber solange der DAX diese Zone nicht wieder nach unten durchbrechen würde, bleibt der momentane Aufwärtstrend intakt und die Perspektiven auf der Oberseite die klar besseren.

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