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Ceconomy: Der Weg nach unten ist offen, aber nicht ohne Risiko

Mit einem Minus von -2,68 Prozent gehörte Ceconomy, das Konglomerat aus den vom Metro-Konzern abgespaltenen Elektronik-Ketten Media Markt und Saturn, am Mittwoch zu den größeren Verlierern im MDAX. Bemerkenswert dabei ist, dass es dafür keinen unmittelbaren Anlass gab. Die Ergebnisse zum zweiten Geschäftsquartal (das Geschäftsjahr bei Ceconomy endet am 30.9.) werden zwar mit einiger Unruhe erwartet, aber bis dahin vergeht noch genau eine Woche. Es wirkt, als wollten die Bären schon einmal für das richtige Umfeld sorgen, wenn diese Quartalsbilanz auf den Tisch kommt. Denn nachdem Ceconomy Mitte Januar einräumen musste, dass man sich in Bezug auf das wichtige Weihnachtsquartal verkalkuliert und dadurch erheblich weniger verdient habe als im Vorjahr, haben die Leerverkäufer diese Aktie verständlicherweise auf dem „Kieker“. Verständlich ist das schon. Allzu berühmt gestalten sich das deutsche sowie das europäische Einzelhandelswachstum derzeit nicht. Und das, was Ceconomy für dieses Geschäftsjahr 2017/2018 avisiert hatte, war ohnehin nicht berühmt: Ein Umsatz leicht über Vorjahresniveau und ein EBIT-Anstieg (EBIT = Gewinn vor Steuern und Zinsen) im mittleren einstelligen Prozentbereich, das ist zu dünn, um die im Herbst 2017 etablierte Rallye der Aktie wieder zu beleben. So gesehen wirkt die Überlegung, die diejenigen, die derzeit auf der Short-Seite agieren, wahrscheinlich hegen, nachvollziehbar:

Expertenmeinung: Würde Ceconomy mit der am 17. Mai erwarteten Quartalsbilanz nicht absolut überzeugen, eventuell sogar die Jahresprognose doch noch kassieren, wäre nach unten nichts unmöglich. Zumal die Charttechnik den Bären eine ideale Ausgangsposition verleihen würde, wenn es gelänge, die Aktie schon vor den Zahlen in eine bärische, Käufer abschreckende Position zu bringen, indem man den Kurs nach dem gestern erfolgten Bruch der Unterstützung bei 9,03 Euro unter die mittelfristig wichtigen Tiefs vom Juni und August 2017 bei 8,84 Euro drücken könnte. Doch man sollte sich hüten, diese theoretisch clevere Strategie mit einem sicher eintretenden Szenario zu verwechseln. Sollte Ceconomy doch starke Ergebnisse präsentieren können, würde dieses bärische Kartenhaus blitzschnell in sich zusammenbrechen. Und selbst wenn die Ergebnisse schwach wären, könnten Short agierende Akteure daraufhin den Moment gekommen sehen, um ihre Gewinne mitzunehmen, indem sie ihre Leerverkäufe durch Käufe in der Aktie neutralisieren – was den Kurs dann nach oben ziehen würde. Wenn, sollte man daher mit der gebotenen Vorsicht agieren und Short-Trades im Bereich knapp über der aktuell bei 9,32 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie absichern. Denn würde diese Linie auf Schlusskursbasis überwunden, würde die jetzt klar bärische Indikation zumindest auf kurzfristiger Ebene wieder einer neutralen Aussage weichen.

MEO_2018_05_10

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