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Gold: Jetzt oder nie – gelingt der Ausbruch?

Dass der US-Präsident das Iran-Atomabkommen am Dienstag aufkündigen würde, hatten die Spatzen in den Tagen zuvor schon von den Dächern gepfiffen. Dass er es aber sofort und bedingungslos tun würde und sofortige Sanktionen in Kraft treten werden, es also keine Schonfrist für letzte Verhandlungen geben werde, hatten wohl nur wenige erwartet. Aber der große Kursrutsch am Aktienmarkt und ein gewaltiger Sprung der Ölpreise, beides blieb am Dienstag zunächst aus. Denn noch ist offen, ob sich die Konsequenzen dieses Schritts auf die verbale Ebene beschränken oder ob daraus eine deutlich kritischere Sicherheitslage weltweit und eine zusätzliche Abkühlung des politischen Klimas zwischen den USA und dem Rest der Welt entstehen werden. Ohne entsprechend negative Reaktionen und ohne nennenswerte Bewegungen des Euro/US-Dollar-Kurses mochten sich beim Gold weder die Bullen noch die Bären am Abend zu weit aus dem Fenster lehnen. Der Tag endete ohne nennenswerte Kursveränderung zum Vortag und damit grundsätzlich mit einem Patt. Aber die charttechnische Konstellation ist dergestalt, dass man davon ausgehen darf, dass sich diese Seitwärtsbewegung nicht lange halten kann: Eine Entscheidung ist fällig – und die kann in beide Richtungen einen Impuls um die 50 US-Dollar nach sich ziehen. Sehen wir uns den Chart an:

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Expertenmeinung: Sie sehen, dass der Goldpreis seit Januar in einer Toppbildung begriffen ist. Versuche, nach oben auszubrechen, wurden in der Region zwischen 1.357 und 1.366 US-Dollar abgewiesen. Und selbst wenn höhere Kurse erreicht worden wären: Bei 1.375 und 1.392 US-Dollar hätten gleich weitere, längerfristig relevante Widerstände gelauert, bevor der Weg nach oben frei gewesen wäre. Doch dass sich diese Toppbildung bereits Monate hinzieht bedeutet auch, dass das Lager der Bullen noch nicht das Handtuch geworfen hat, die Chance auf einen Ausbruch nach oben weiterhin bestünde – vorausgesetzt, eben dieses Topp würde nicht vollendet. Nahe dran ist das Bären-Lager zwar, aber noch nicht „durch“. Die entscheidende Unterstützungszone ist der Bereich zwischen 1.296 und 1.306 US-Dollar. Am oberen Ende dieser Zone verläuft zudem die wichtige 200-Tage-Linie. Und genau die hält seit sechs Handelstagen stand. Mehr aber auch nicht, das heißt, die Käufer sind bislang nicht imstande, aus der Verteidigung der Linie ihren Nutzen zu ziehen, den Goldpreis wieder in Richtung der oberen Begrenzung der das potenzielle Topp ausmachenden Handelsspanne zu ziehen. Wer wird sich durchsetzen? Das wird entscheidend davon abhängen, wie die Investoren insgesamt den US-Ausstieg aus dem Iran-Atom-Deal werten, sobald deutlicher wird, wie sich die Konsequenzen genau darstellen. Aber die charttechnischen Ankerpunkte, deren Überkreuzen für das jeweilige Lager den Weg freimachen würden, die lassen sich bereits jetzt gut fixieren: Schlusskurse klar unter 1.296 US-Dollar würden aus charttechnischer Sicht den Weg in Richtung 1.240 US-Dollar freigeben. Schlusskurse über der 20-Tage-Linie bei 1.328 US-Dollar als nächstgelegenem Widerstand würden einen erneuten Anlauf an die Widerstandszone 1.257/1.266 US-Dollar erwarten lassen. Es sollte lohnen, Gold in den kommenden Tagen nicht aus den Augen zu lassen.

Chart vom 08.05.2018, Kurs 1.314,37 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

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