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Brent Crude Oil: Ende der Fahnenstange … oder geht es jetzt erst richtig los?

Da rieben sich nicht wenige verwundert die Augen: Ausgerechnet an dem Tag, an dem der US-Präsident durch den Ausstieg aus dem Iran-Atom-Deal eine kritische Situation am Ölmarkt hätte hervorrufen können, fielen die Kurse aller wichtigen Ölsorten erheblich. Das hier abgebildete Brent Crude Oil notierte zeitweise am Dienstag vier Prozent tiefer. Aber wieso? Dachten die Akteure, Trump werde schon nicht ernst machen? Das war schwer vorstellbar, immerhin war seit Tagen aus regierungsnahen Kreisen zu hören, dass Trump den Ausstieg schon beschlossen habe. Ein anderer Grund ist wahrscheinlicher: Brent Crude Oil war in den vier Wochen zuvor um in der Spitze zehn US-Dollar gestiegen. Und das im Rahmen eines Aufwärtstrendkanals, dessen Basis im Juni 2017 bei 42 US-Dollar gelegen hatte. Es schien, als sei diese Hausse auch unter dem Gesichtspunkt einer eventuellen Angebotsverknappung durch zunehmende Spannungen in Nahost so weit ausgereizt, dass einige Akteure hier auf der Long-Seite Gewinne mitnahmen, bevor es eventuell andere tun und man keine guten Ausstiegskurse mehr bekommt. Aber haben die, die ihren Gewinn mitgenommen haben, sich richtig entschieden?

Expertenmeinung: Richtig ist zwar, dass Brent Crude Oil am Montag mit einem Hoch von 76,34 US-Dollar bis auf nur noch einen US-Dollar an die obere Begrenzung des Trendkanals herankam. Richtig ist aber auch, dass diese obere Begrenzung bislang nur durch die Zwischenhochs des Januars definiert ist und damit noch nicht als wirklich relevant bestätigt wurde. Grundsätzlich könnte diese Hausse also weitergehen, auch über diese Begrenzungslinie hinaus, vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen würden sich in den kommenden Tagen tatsächlich verschärfen. Bliebe es hingegen ruhig, kann diese Hausse in der Tat erst einmal vorbei sein. Da konkretere Reaktionen zum US-Handelsende ebenso wenig auf dem Tisch lagen wie eine genaue Definition der vom US-Präsidenten verhängten Sanktionen, blieb am Dienstag noch offen, in welche Richtung das Pendel ausschlagen wird. Dass Brent Crude sich von seinem „Mini-Selloff“ zum Handelsende erholte und dabei präzise an der 20-Tage-Linie wieder nach oben drehte, macht zwar klar, dass die Bullen hier noch präsent sind. Aber dadurch entstand eine Kombination aus einem Doji mit langem unteren Docht, „Umbrella“ genannt, der durchaus das Ende einer starken Aufwärtsbewegung markieren kann. Was bleibt, ist eine offene, zugleich aber immens spannende Konstellation, die eine baldige Entscheidung erwarten lässt. Schlusskurse unter 73 US-Dollar und damit unter der 20-Tage-Linie wären eine bärische Indikation mit kurzfristigem Ziel bei 67,50 US-Dollar. Schlusskurse über der oberen Begrenzung des Trendkanals bei 77,50 US-Dollar hingegen wären ein Signal, dass sich diese Rallye noch einmal ordentlich intensivieren kann.

Chart vom 08.05.2018, Kurs 75,69 US-Dollar, Kürzel COIL

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