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TecDAX: Mit doppeltem Rückenwind

Im März hatte der TecDAX das im Januar markierte, mehrjährige Hoch nur sehr knapp überboten. Dieser Versuch eines Befreiungsschlags endete in einer Bullenfalle. Diesmal steht die Chance besser, dass der Index sich über den bisherigen Hochs etablieren kann, denn diesmal haben die bullischen Trader gleich zwei Argumente für anziehende Kurse auf ihrer Seite. Zum einen zieht das US-Vorbild, die Technologiebörse Nasdaq, aktuell ebenfalls an und liefert so motivierende Vorlagen. Zwar sehen wir an der Wall Street derzeit Käufe, die sehr nach einer „Defensiv-Rallye“ aussehen. Das heißt, es wird gekauft, um den Bruch wichtiger Unterstützungen zu verhindern und einen tauglichen Sicherheitsabstand zu diesen Linien zu schaffen. Das geht nicht selten daneben und hält noch öfter nur kurzfristig vor. Aber der Vorteil der Bullen hierzulande ist, dass einer der entscheidenden Gründe dafür, dass man an der Wall Street darauf bedacht ist, die Aktienindizes ja nicht in charttechnische Schieflagen geraten zu lassen, ein guter Grund ist, hierzulande optimistisch zu sein: Der Euro gibt nach, der US-Dollar zieht an, wodurch sich das Pendel der günstigen Währung zumindest wieder ein wenig in Richtung der europäischen Unternehmen neigt. Konsequenz:

Expertenmeinung: Auch, wenn nicht gerade wenige deutsche Unternehmen im Zuge ihrer Quartalsbilanzen des ersten Quartals den zu hohen Euro als Grund für verfehlte Analystenerwartungen bei Umsatz und Gewinn nannten, hoffen diejenigen, die derzeit einsteigen, darauf, dass sich dieses Problem im laufenden zweiten Quartal durch den Abstieg des Euro zum US-Dollar von alleine erledigt. Und in der Tat: Würde man diesen Währungsfaktor herausrechnen, hätte so manche Bilanz, die „nur“ ordentlich daherkam, ganz hervorragend ausgesehen. So betrachtet wirkt es, als könnte den TecDAX-Bullen überhaupt nichts passieren: Fällt der Euro, ist es gut. Fällt die Nasdaq, weil der US-Dollar steigt, macht es auch nichts, weil dafür der Euro fällt. Und fällt der Euro und die Nasdaq steigt trotzdem, wie es am Montag der Fall war – umso besser. Aber auch, wenn es derzeit aus charttechnischer Sicht eine gute Chance gäbe, dass Euro/US-Dollar weiter, zumindest in Richtung 1,1550/1,1615 US-Dollar, nachgeben würde: Sicher ist an der Börse bekanntlich nichts. Es kann durchaus auch passieren, dass beide derzeit positiven Vorlagengeber in die falsche Richtung laufen. Noch also sollte man eine Bullenfalle nicht einfach ausschließen. Ein Aufstocken bestehender Long-Trades sollte mit einem konsequenten Nachziehen der Gewinnsicherung einhergehen, wobei sich derzeit ein Level um 2.640 Punkte anbieten würde, ein Niveau, das heute von der 20-Tage-Linie erreicht würde, die sich beim letzten kleinen Rücksetzer Ende April bereits als Unterstützung bewährt hatte.

Chart vom 07.05.2018, Kurs 2.754,28 Punkte, Kürzel TDX

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