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J.P. Morgan: Noch hält der Trend

Aktien aus der US-Bankenbranche gehörten zu den eher wenigen Branchen außerhalb des Technologiesektors, die nach dem scharfen Korrekturimpuls der Wall Street Ende Januar/Anfang Februar noch neue Rekordhochs erzielt haben. Aber seit Anfang März wird auch hier der Wind rauer. An den bislang auf dem Tisch liegenden Ergebnissen liegt es nicht: Der Ende April für das erste Quartal 2018 gemeldete Gewinn der US-Großbank J.P. Morgan lag 35 Prozent über dem des Vorjahresquartals und über der durchschnittlichen Prognose der Analysten. Aber wenn sich eine Bank-Aktie binnen weniger als zwei Jahren im Kurs zeitweise verdoppelt, hängen die Früchte für die Bullen hoch. Da müsste schon alles passen, um die Käufer davon abzuhalten, auch mal Gewinne mitzunehmen. Und langsam, so hat es den Eindruck, ist es das Zinsniveau am US-Anleihe- und Kreditmarkt, das den Investoren nicht mehr behagen mag. Ein taugliches Renditelevel bei Anleihen, einigermaßen ordentliche Kreditzinsen, das war für die US-Banken nach der jahrelangen Nullzinspolitik der US-Notenbank wie ein warmer Regen. Aber zu hoch sollten die Zinsen eben auch nicht sein, denn:

Expertenmeinung: Da ist es dann wie mit einem zeitlich befristeten Sonderangebot: Man greift vermehrt zu, solange der gute Preis gilt – und danach kommt dann das tiefe Loch, in das die Nachfrage dann fällt. Vergleichbares befürchtet man im Bereich der Kredite und Hypotheken einerseits, nachdem die Kapitalmarktzinsen in den letzten Monaten im Eilschritt an den Anhebungen der Leizinsen vorbeigelaufen sind, relativ gesehen weit schneller teurer wurden. Und man befürchtet es zugleich im Investmentbereich, wo es wirkt, als sei der „Trump-Boom“ jetzt erst einmal passé. Dieser nachlassende Optimismus hinsichtlich der Möglichkeiten für die US-Großbanken, ihre Gewinne kurzfristig noch allzu weit steigern zu können, hat der Aktie in den vergangenen zwei Monaten zugesetzt – aber noch ist der mittelfristige Aufwärtstrend intakt, noch könnten die Bullen das Ruder herumreißen. Sie sehen im Chart, dass die Aktie sich zum Wochenschluss wieder leicht von einer charttechnischen Schlüsselzone zwischen 102,40 und 105,20 US-Dollar nach oben absetzen konnte, die u.a. die noch aus dem Juni 2016 stammende, übergeordnete Aufwärtstrendlinie ebenso einschließt wie die 200-Tage-Linie. Solange J.P. Morgan über dieser Zone bliebe, wäre für die Bären hier noch nichts zu holen. Gelänge mit Schlusskursen über 111 US-Dollar ein überzeugender Rebreak über die 20-Tage-Linie, wäre die Aktie auch kurzfristig wieder bullisch. Im Auge behalten sollte man diese Zone 102,40/105,20 US-Dollar aber weiterhin, denn darunter könnte es dann schnell gehen!

Chart vom 04.05.2018, Kurs 108,43 US-Dollar, Kürzel JPM

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