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Heidelberger Druck: Heute im Fokus, gelingt der Ausbruch?

Heidelberger Druck agiert als Partner der globalen Druckindustrie. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Technologien für den Werbe- und Verpackungsdruck. Zum Portfolio zählen Druckmaschinen für den Bogenoffset-, Digital- und Flexodruck wie auch Maschinen für die Druckvorstufe und die Weiterverarbeitung sowie die Software Printect mit der Prozesse in einer Druckerei integriert werden.

Die externe Auftragsfertigung gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Abgerundet wird das Spektrum von Serviceleistungen, Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen sowie von Finanzierungskonzepten für Kunden.
Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Heidelberg verfügt über Produktionsstandorte in acht Ländern und betreut Kunden in rund 170 Ländern weltweit.

Schwieriges Umfeld

Aufgrund des rückläufigen Printgeschäfts und der Verlagerung in Richtung Online-Medien, hat das Unternehmen mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Hauptgeschäftsfeld Druck erodiert und kann durch den Online-Bereich nur schwer kompensiert werden.

Dieser Umstand spiegelt sich auch in den Unternehmenszahlen wieder. In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 3,67 auf 2,52 Mrd. Euro gesunken und stagniert seit 2010 weitgehend. Erst in den letzten beiden Jahren ist es nach 2008 wieder gelungen, einen Gewinn zu erwirtschaften.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr gestaltet war die Entwicklung verhältnismäßig gut. Der Umsatz ist von 2,51 auf 2,52 Mrd. Euro zwar nur marginal gestiegen. Der freie Cashflow hat sich jedoch deutlich besser entwickelt und ist von minus 32 Mio. Euro auf plus 24 Mio. Euro geklettert. Das Ergebnis je Aktie legte von 0,11 auf 0,14 Euro zu.
In den kommenden beiden Geschäftsjahren soll der Gewinn zunächst auf 0,22 und dann auf 0,30 Euro je Anteilsschein zulegen.

Faire Bewertung?

Es ergibt sich also durchaus ein gemischtes Bild. Einerseits eine schwache übergeordnete Entwicklung und makroökonomischer Gegenwind, doch gleichzeitig auch ein positiver Ausblick und eine wieder steigende Profitabilität. Man darf jedoch auch gespannt sein, ob die Erwartungen erfüllt werden können.

Die Bewertung erscheint in Anbetracht der Schwierigkeiten und der Unsicherheit doch recht hoch. Heidelberger Druck kommt für das abgelaufene Geschäftsjahr auf ein KGV von 23,0 und für dieses Jahr auf einen Wert von 14,7. Eine Dividende wird derzeit nicht gezahlt, zum nächsten Stichtag könnte jedoch 1 Cent je Aktie anfallen.
Aus fundamentaler Sicht kann zum aktuellen Kurs keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Charttechnischer Ausblick

Seit einigen Monaten befindet sich die Aktie wieder in einem Aufwärtstrend, jedoch auch weit entfernt vom Allzeithoch. Beides entspricht der fundamentalen Entwicklung.
Aus charttechnischer Sicht ist die Gesamtkonstellation eher bullisch. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über 3,28 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem möglichen Kursziel bei 3,50 Euro.
Solange der Ausbruch jedoch noch nicht gelungen ist, droht jederzeit ein Rücksetzer in Richtung 3,00 Euro. Darunter würde sich das Chartbild weiter eintrüben.

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