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Euro/US-Dollar: Ist das endlich die große Wende?

Die entscheidende Frage für die Akteure am Devisenmarkt ist: Vollzieht der US-Dollar momentan wirklich die Wende nach oben? Reagiert die Währung auf einmal wieder „normal“ und steigt mit der Erwartung weiter steigender US-Leitzinsen und US-Anleihemarktzinsen, nachdem der Kurs zum Euro, aber auch zu nahezu allen anderen Währungen seit Amtsantritt der derzeitigen Regierung in die fundamental betrachtet falsche Richtung lief? Der politische Wille, der bei Aussagen von US-Finanzminister Mnuchin und Handelsminister Ross durchschien, war ein schwacher US-Dollar. Diesen Andeutungen waren die Trader lange gefolgt. Seit Jahresanfang aber verwandelte sich der stete Aufwärtstrend der Euro zum US-Dollar in eine Seitwärtsbewegung und seit Ende April in einen kurzfristigen Abwärtstrend.

Der hat jetzt charttechnisch wichtige Unterstützungsmarken durchbrochen. Aber man spürt, dass man vorsichtig bleibt. Die Trader bewegen sich vorsichtig, wie in einem Minenfeld. Denn man kann kaum einschätzen, ob die USA es zulassen würden, mit dem schwachen US-Dollar eine so wichtige Exportstütze zu verlieren, zumal das US-Wachstum auch so schon schwächer ist als allgemein erwartet. Und da stellt sich wiederum die Frage: Hätte die US-Regierung überhaupt die Mittel, um den US-Dollar wieder zu drehen, schwach zu halten – oder hat man das überschätzt, würden die Trader mit den gewaltigen Umsätzen in diesem Währungspaar nicht doch imstande sein, sich durchzusetzen und den Euro wieder auf einen der Zinsdifferenz entsprechenden, deutlich tieferen Level zu drücken?

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Charttechnik zwar immer die Vorlagen liefert und man sich gerade am Devisenmarkt sehr eng an den entscheidenden Linien orientiert. Aber zwingend sind Widerstände und Unterstützungen als potenzielle Umkehrpunkte natürlich nie. Und das kurzfristige und das längerfristige Chartbild, die Ebene des Tagescharts und die auf Wochenbasis, zeigen unterschiedliche Signale.

Auf Tagesbasis ist in der Tat eine entscheidende Supportzone gebrochen worden, die den Weg nach unten erst einmal freigibt. Mit 1,2155 US-Dollar fiel die untere Begrenzung der im Januar entstandenen Seitwärtsrange, mit 1,2092 US-Dollar das Jahreshoch 2017 und mit 1,2015 US-Dollar wurde Mitte vergangener Woche die wichtige 200-Tage-Linie unterboten. Damit wäre der Weg in die nächste Auffangzone 1,1554/1,1662 US-Dollar grundsätzlich frei. Aber betrachtet man sich den langfristigen Chart wird deutlich:

Chart vom 04.05.2018, Kurs 1,1963 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

Da finden sich auf der langfristigen Ebene noch das Jahreshoch 2015 mit 1,1715 US-Dollar und das Tief des Jahres 2010 bei 1,1875 als potenzielle Unterstützungen. Erst, wenn all diese Unterstützungslinien bis hinunter auf 1,1554 US-Dollar durchbrochen wären, wäre die echte, mittelfristige Wende wirklich gelungen. Oberhalb diesen Levels könnte der Euro jederzeit wieder höher gezogen, der US-Dollar gedrückt werden … noch also ist das Eis, auf dem sich die Euro-Bären bewegen, nicht allzu solide, auch, wenn der kurzfristige Trend in der Tat abwärts weist.

Chart vom 04.05.2018, Kurs 1,1963 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

 

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