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Tesla: Immer mehr fallen vom Glauben ab

Eigentlich lasen sich die Ergebnisse zum ersten Quartal gut. Tesla hatte weniger Verlust als seitens der Analysten erwartet zu verbuchen (-3,35 US-Dollar statt -3,58 US-Dollar pro Aktie) und mehr Umsatz erzielt (3,41 statt 3,22 Milliarden US-Dollar). Außerdem zeigte sich Unternehmenslenker Elon Musk davon überzeugt, das angekündigte Ziel von 5.000 produzierten Model 3 pro Woche zum Ende des ersten Halbjahres zu erreichen und darüber hinaus kein neues Kapital zu benötigen. Letzteres hatte Musk schon im April betont, als Twitter-Antwort auf eine entsprechende Vermutung von Goldman Sachs. Aber schon im nachbörslichen Handel des Mittwochabends erschien die Reaktion auf diese scheinbar ermutigenden Zahlen und Aussagen seltsam blass. Da mochte kaum jemand so recht zugreifen. Und nachdem Tesla in der Telefonkonferenz mit den Analysten, die wie üblich einige Zeit nach der Präsentation der Rahmendaten begann, nicht überzeugend klar machen konnte, wieso a) kein neues Geld nötig würde und b) wie man binnen weniger als zwei Monaten auf 5.000 produzierte Model 3, mit denen Tesla endlich Geld verdienen will und muss, kommen will, nachdem Ende April nur 2.270 dieser Fahrzeuge vom Band liefen, folgte im regulären Handel des Folgetages die Quittung:

Expertenmeinung: Tesla startete de Donnerstag mit einer großen Kurslücke nach unten. Die Aktie konnte sich zwar von ihrem Tagestief von gut 275 US-Dollar Richtung Handelsende lösen, ein sattes Minus blieb aber dennoch. Und das machte deutlich: Nach und nach wächst die Zahl derer, die bei dieser seit Jahren im Raum stehenden „Glaubensfrage“ dahingehend, ob Tesla die Gewinnzone erreichen und hochprofitabel werden wird oder aber im Gegenteil in die Pleite marschiert, zu letzterer Variante tendieren. Investmentbanken wie J.P. Morgan oder Goldman Sachs sind längst pessimistisch, sehen die Kursziele der Aktie bei 180 bzw. 195 US-Dollar. Und dieser längerfristige Chart auf Wochenbasis seit dem Jahr 2013 zeigt: Dazu könnte es leicht kommen, wenn auch noch die Charttechnik negative Signale generiert. Die vor einigen Wochen im Zuge eines Selloff fast touchierte Unterstützung bei 240 US-Dollar ist nicht nur ein Zwischentief von Anfang 2017. Hier verlief auch die Anfang 2016 etablierte, mittel- bis längerfristige Aufwärtstrendlinie. Die ist mittlerweile bei 248 US-Dollar angelangt und macht den Bereich 240/248 US-Dollar zu einer ersten Schlüsselzone für das Überleben des Aufwärtstrends. Aber es würde dort dann auch nicht mehr viel bis zu einem Bruch der langfristigen, 2013 entstandenen Aufwärtstrendlinie fehlen. Die verläuft aktuell bei 220 US-Dollar. Und würde diese Linie fallen, läge die nächste Auffangzone in der Tat erst bei 180 US-Dollar. Würde Tesla es nicht schaffen, die versprochenen 5.000 Stück pro Woche des Hoffnungsträgers Model 3 bis Ende Juni zu erreichen, würde Tesla entgegen der Aussagen neues Kapital benötigen, wären das Auslöser, um die Aktie tatsächlich dorthin zu drücken, wo sie Goldman Sachs und J.P. Morgan sehen!

Chart vom 03.05.2018, Kurs 284,45 US-Dollar, Kürzel TSLA

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