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SNAP Inc.: „Long“ ist hier keine Option

Als Anfang Februar die Bilanz zum vierten Quartal 2017 auf den Tisch kam, explodierte die Aktie des Social Media-Dienstes SNAP förmlich. Da wirkte es, als würde das Wachstum doch groß genug sein, um in absehbarer Zeit die Verlustzone verlassen zu können. Doch am Dienstagabend kamen dann die Ergebnisse zum ersten Quartal 2018. Und danach stand die Aktie tiefer als vor den Zahlen zum vierten Quartal, mehr noch, sie sackte auf ein neues Rekordtief. Und hier über Long-Trades nachzudenken ist, wenn man sich die Zahlen, die da auf den Tisch kamen, ansieht, nur eine Option, wenn man nicht nur ein „Zocker-Gen“ in sich trägt, sondern es auch unbedingt ausleben will. Denn auch, wenn der Verlust pro Aktie mit 17 Cent nicht schlechter ausfiel als erwartet, der Umsatz lag sehr wohl unter den Prognosen. 230,7 Millionen US-Dollar wurden erreicht, im Schnitt hatten die Analysten da 243,5 Millionen erwartet. Das war zwar nicht dramatisch weniger. Aber ein genauerer Blick ins Zahlenwerk barg durchaus eine gewisse Dramatik: Die Anzeigenpreise waren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ganze 65 Prozent eingebrochen. Und so, da waren sich die Anleger offenbar einhellig sicher, wird es nichts mit dem Erreichen der Gewinnzone. Kurzfristig nicht, mittelfristig aber wohl ebenso wenig. Damit nicht genug:

Expertenmeinung: Das Unternehmen selbst wies die Investoren darauf hin, dass das Umsatzwachstum im laufenden Quartal wohl „substanziell“ abnehmen werde. Das reichte, um die Aktie sang- und klanglos mit einem Abwärts-Gap durch die Unterstützungslinien bei 13,07, 12,10 und 11,28 US-Dollar sacken zu lassen. SNAP startete den Handel am Mittwoch bereits mit neuen Tiefs und schloss mit 11,03 US-Dollar 22 Prozent unter Vortag. Am Donnerstag folgte statt einer Gegenreaktion, ausgelöst durch Schnäppchenjäger und Eindeckungen von Short-Positionen, weiterer Druck. Und gerade das macht deutlich: Diese Aktie, die im Februar für einen kurzen Moment wie ein Turnaround-Kandidat wirkte, ist eine heiße Kartoffel, die wirklich niemand mehr anfassen mag. Nach einem solchen Absturz auf dem jetzigen Rekord-tief noch Short zu gehen, wäre natürlich gewagt. Aber grundsätzlich wäre es durchaus nicht überraschend, wenn SNAP, die vor gut einem Jahr mit so viel Vorschusslorbeeren und Getöse an die Börse ging, mittelfristig in der „Einstelligkeit“ versinken würde.

Chart vom 03.05.2018, Kurs 10,96 US-Dollar, Kürzel SNAP

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