Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2018 Weiter

Hugo Boss: Schwacher Jahresauftakt und dennoch

Hugo Boss ist eines der führenden Unternehmen im gehobenen Premiumsegment des für Bekleidung. Der Konzern hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung hochwertiger Mode und Accessoires spezialisiert. Mit knapp 14.000 Mitarbeitern bietet Hugo Boss ein umfassendes Produktportfolio aus Konfektion, Abendbekleidung, Sportswear, Schuhen und Lederaccessoires sowie in Lizenz vertriebenen Düften, Brillen, Uhren, Kindermode und Textilien für den Home-Bereich.

Schleppende Entwicklung

Doch die gesamte Branche kämpft mit Schwierigkeiten. Plagiate und Billigprodukte aus Asien überschwemmen den Markt und wirken sich negative auf Wachstum sowie Rendite aus. Auch der Online-Handel stellt die alten Modehäuser seit Jahren vor Probleme.

Der makroökonomische Gegenwind spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. Seit 2015 stagniert der Umsatz weitgehend und die operative Marge ist von 19,2 auf 12,7% gesunken. Der Gewinn war dementsprechend ebenfalls rückläufig und die Dividende musste gesenkt werden.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr hellte sich die Lage jedoch wieder etwas auf. Der Umsatz legte zwar nur um 1% auf 2,73 Mrd. Euro zu, das Ergebnis je Aktie klettere allerdings um 19% auf 3,35 Euro. Dennoch war es, das Vorjahr ausgenommen, das schlechteste Ergebnis seit 2010.

Wie sehen die Quartalszahlen aus?

Am Vortag veröffentlichte Hugo Boss die Zahlen für das erste Quartal 2018. Die Ergebnisse lassen sich sehr einfach zusammenfassen: Umsatz, Rohertrag und Konzernergebnis stagnierten auf Jahressicht weitgehend.

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt, das Unternehmen erwartete weiter einen Anstieg des Umsatzes im „niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich“, eine stabile Marge und ein weitgehend stabiles EBITDA. Das Konzernergebnis soll ebenfalls leicht steigen und der freie Cashflow zwischen 150 und 200 Mio. Euro liegen.

Es wird also kaum, bis gar kein Wachstum erwartet und dementsprechend niedrig sollte die Bewertung aussehen. In Wirklichkeit kommt Hugo Boss derzeit jedoch auf ein KGV von 23 und ein erwartetes KGV von 22. Auch im Verhältnis zum freien Cashflow ist das Unternehmen äußerst hoch bewertet. Die Dividendenrendite liegt bei rund 3,5%, doch es wird auch ein Großteil des Gewinns ausgeschüttet.
Aus fundamentaler Sicht kann hier keinesfalls eine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Charttechnischer Ausblick

Auch wenn die Bewertung nicht angemessen erscheint, ergibt sich aus charttechnischer Sicht ein vollkommen anderes Bild. Die Aktie hat in den letzten Monaten Aufwärtstrends ausgebildet und könnte kurz davorstehen, ein Kaufsignal zu generieren.
Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über 78,00 Euro, läge das nächste Kursziel bei 85,00 Euro.

Es ist recht wahrscheinlich, dass der Wert spätestens hier auf größeren Widerstand trifft. Je länger sich die Aufwärtsbewegung fortsetzt, desto höher wird am Ende die Falltiefe. Meist geht es dann schnell. Die Aktie ist auch im kürzeren Zeitfenster bereits überkauft und es besteht durchaus die Chance, dass der Ausbruch ohnehin nicht gelingt.

20180503-hugo-boss-schwacher-jahresauftakt-und-dennoch

Auch interessant:

DAX Prognose - Die Rallye zum Jahresende kommt! Interview mit Börsenopitmist Heiko Thieme | LYNX
Eine Optionsstrategie für unter 250 Dollar pro Position- Webinar 13.09.18 Claudia Jankewitz | LYNX
DAX: Erholung oder Crash bis zum Ende des Jahres? Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN