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Britisches Pfund/US-Dollar: Kommt jetzt die Trendwende?

Nicht nur zum Euro war der US-Dollar seit Amtsantritt des derzeitigen US-Präsidenten immer „billiger“ geworden. Auch das britische Pfund wurde, in US-Dollar gerechnet, seither sukzessive teurer. Bekam man ein britisches Pfund im Januar 2017 noch für 1,20 US-Dollar, musste man Mitte April 2018 in der Spitze knapp 1,44 US-Dollar für ein Pfund bezahlen. Sprich: Der US-Dollar wertete ab, im Gegensatz zu den Behauptungen Donald Trumps, der die meisten anderen Währungen als künstlich nach unten manipuliert bezeichnete. Aber das könnte jetzt ein Ende haben. Zwar haben sich die großen Notenbanken nicht offiziell über diese US-Dollar-Baisse beschwert. Auch die Politik hüllte über diese Entwicklung den Mantel des Schweigens, weil man fürchtete, die USA würden dann nur umso aggressiver agieren, im Währungsbereich ebenso wie in der Handelspolitik. Aber jetzt scheint es, als würden die Trader selbst langsam in Richtung einer Wende einschwenken.

Die Pfund-Hausse scheint, ebenso wie die Euro-Hausse, ausgereizt, die Gegenrichtung birgt verlockendes Gewinnpotenzial. Allerdings ist die entscheidende Unterstützungszone, deren Bruch ein klares Short-Signal für das Pfund gegenüber dem US-Dollar bedeuten wurde, bislang erst erreicht, nicht durchbrochen. Noch also könnte der Wind im letzten Moment drehen, einen erneuten Aufwärtsschub der britischen Währung nach sich ziehen. Sehen wir uns das in einem längerfristigen Chart auf Wochenbasis an:

Seit Sommer 2014 hatte das Pfund zum US-Dollar sukzessive abgewertet. Das beschleunigte sich, als Ende Juni 2016 über ein Referendum der Ausstieg Großbritanniens aus der EU entschieden wurde: Das Pfund sackte zwischen Ende Juni und Anfang Oktober 2016 von im Hoch 1,50 auf nur noch 1,15 US-Dollar durch. Dann jedoch etablierte sich eine Bodenbildung, die nicht zufällig mit Amtsantritt der derzeitigen US-Regierung in einen Aufwärtstrend überging: Seither war es das Pfund, das stieg und der US-Dollar, der fiel. Jetzt aber sehen wir im kurzfristigen Chart auf Tagesbasis ein gerade in der Vollendung befindliches Doppeltopp.

Chart vom 01.05.2018, Kurs 1,3616 US-Dollar, Kürzel GBP.USD

Das Hoch vom September 2017 ebenso wie ein Zwischentief aus dem März sind aktuell unterboten, ganz knapp notiert die Pfund/US-Dollar-Relation auch schon unter der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie. Jetzt bleibt nur noch die am Dienstag bei 1,3529 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie als letzter Rettungsanker der Bullen. Würde dieser wichtige gleitende Durchschnitt mit Schlusskursen unter 1,3450 US-Dollar hinreichend deutlich unterboten, wäre der Weg nach unten erst einmal frei. Ein erstes mögliches Kursziel wäre der Bereich um 1,30 US-Dollar. Aber sollten die USA nicht dagegenhalten können oder wollen, dürften die Trader die 1,30 wohl nur als erste Etappe auf dem Weg zu deutlich tieferen Kursen sehen.

Chart vom 01.05.2018, Kurs 1,3616 US-Dollar, Kürzel GBP.USD

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