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Aixtron: Letzte Chance für die Bullen

Kaum lag am vergangenen Donnerstag das Ergebnis des ersten Quartals beim Anlagenbauer und Halbleiterindustrie-Zulieferer Aixtron auf dem Tisch, begannen die Verkäufe. In der ersten Reaktion gab es direkt nach der Präsentation des Zahlenwerks am Morgen des 26. April zwar noch einen kurzen Kursanstieg. Aber der wurde abverkauft: Der Tag endete mit einem markanten Turnaround der Aktie nach unten. Und dabei blieb es nicht: Am Freitag ebenso wie am Montag kam es zu kräftigen Abgaben, die die Aktie jetzt genau dorthin gedrückt haben, wo sich entscheidet, ob der mittelfristige Aufwärtstrend bricht oder die Bullen das Ruder im letzten Moment doch noch einmal herumreißen können. Die Chance dazu haben sie. Aber es ist keine, die auf einem Silbertablett daherkäme, denn eigentlich waren die Ergebnisse für die ersten drei Monate des Jahres wie erwartet ordentlich. Und eigentlich hätte man mit Aixtrons Aussage, man werde 2018 wohl eher am oberen Ende der prognostizierten Spanne eines Umsatzes zwischen 230 und 260 Millionen Euro und einer Marge zwischen fünf und zehn Prozent ins Ziel kommen, zufrieden sein können. Dass der Chart zeigt, dass von Zufriedenheit keine Spur zu sehen war, ist für die Bullen ein Problem.

Expertenmeinung: Denn Wunder wird Aixtron hinsichtlich dieser Prognosen nicht vollbringen können. Und zusehends mehr Anlegern wird bewusst, dass es bei einem Zulieferer einer selbst schon sehr volatilen Branche wie der Chipindustrie auch blitzschnell man anders kommen kann als gedacht, wenn sich das Wachstumsumfeld eintrübt. Dass hier „gut“ nicht gut genug ist, ist daher kurzfristig ein Vorteil für die bärische Seite. Sollte es gelingen, Aixtron wieder über die im Zuge dieses Abverkaufs gebrochene, damit jetzt zum Widerstand gewordene Zone 13,30/14,00 Euro zu heben, wäre der Weg zumindest wieder an die kurzfristige Abwärtstrendlinie bei 16,60 Euro frei und die Gefahr eines umgehenden Trendwechsels gebannt. Aber würden die am Montag zum Handelsende bereits knapp unterbotene 200-Tage-Linie und die zusammen mit dieser Linie das mittelfristige Rückgrat des seit Juli laufenden Aufwärtstrends bildende, mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei 11,65 Euro eindeutig durchbrochen, wäre aus charttechnischer Sicht ein schneller Test des Unterstützungsbereichs um 10,30 Euro möglich. Und wenn es zusätzlich noch Druck am Gesamtmarkt geben sollte, wäre nicht einmal ein Anlauf an die Unterstützung bei 8,00 Euro aus der Welt.

Chart vom 30.04.2018, Kurs 11,85 Euro, Kürzel AIXA

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