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Nasdaq 100: Elfmeter verschossen!

Das könnte jetzt sehr schnell richtig unangenehm für die Bullen werden. Der Freitag war mit einem Elfmeter vergleichbar: Alles war „angerichtet“ für einen sehr starken Wochenschluss, der einen Befreiungsschlag nach oben hätten bedeuten können, man möchte fast sagen „müssen“. Da zu versagen ist fatal, denn es passierte in aller Öffentlichkeit, sprich: Die Bären sehen sehr wohl, dass die Bullen heftig gestolpert sind. Sie sehen im Chart, dass der Nasdaq 100, der all die großen Publikumslieblinge wie Apple, amazon.com, Netflix, Alphabet, Nvidia u.a. umfasst, am Mittwoch knapp oberhalb der gerade erst Anfang April getesteten, doppelten Unterstützung aus mittelfristiger Aufwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie wieder nach oben drehte und damit eine bullische Vorlage lieferte, die am Donnerstag mit dem Rückenwind einer nach Quartalszahlen stark zulegenden Facebook-Aktie auch verwandelt wurde. Zum Handelsende des Donnerstags war der Index bereits wieder über die 20-Tage-Linie und die knapp darüber liegende Widerstandszone 6.626/6.646 Punkte gestiegen. Jetzt brauchte es einer weiteren starken Vorlage, um auch noch die Januar-Abwärtstrendlinie anzugehen und im Idealfall zu überwinden. Und genau diese Vorlage kam: Am Donnerstagabend nach US-Handelsende lieferten die drei Schwergewichte amazon.com, Intel und Microsoft ihre Quartalsergebnisse ab. Und alle drei konnten die durchschnittlichen Gewinnprognosen der Analysten sehr deutlich schlagen. Konsequenz:

Expertenmeinung: Stark steigende Kurse dieser drei Aktien im nachbörslichen Handel, die dafür sorgten, dass der Nasdaq 100-Future zum Start in den Freitagshandel die Indikation lieferte, die die Bullen brauchten: Eine Eröffnung unmittelbar an der bei 6.750 Punkten verlaufenden Januar-Abwärtstrendlinie. Das war wie das Zeigen auf den Elfmeterpunkt: Eröffnung am Widerstand, Anschlusskäufe … und dann freie Bahn nach oben. Aber Sie sehen es im Chart: Es kam völlig anders. Statt zu Anschlusskäufen kam es sofort zur Eröffnung zu Gewinnmitnahmen. Schon nach einer Handelsstunde war das stattliche Plus verschwunden. Und danach ging es bis zum Handelsende um die Nulllinie seitwärts. Was, da es nie zu ernsthaften, weiteren Attacken der Bullen kam, wirkte, als hätte man da nur damit zu tun gehabt, noch tiefere Kurse zu verhindern. Aber die könnten nachgeliefert werden. Jetzt sind die Ergebnisse der großen Unternehmen des Nasdaq 100 fast alle auf dem Tisch, nur Apple folgt noch morgen Abend. Wenn amazon.com, Facebook, Intel, Microsoft & Co. nicht imstande sind, den Ausbruch herbeizuführen, was sollte den jetzt noch anschieben können? Dass diese guten Quartalszahlen Gewinnmitnahmen statt Käufe auslösten, ist wie ein Tritt in die Magengrube der Bullen. Wer wollte sich jetzt kurzfristig an einen zweiten Ausbruchsversuch machen – und auf welcher Grundlage? Und sollte die im Tagestief schon wieder getestete, zum Handelsende noch einigermaßen gehaltene 20-Tage-Linie bei 6.606 Punkten kurzfristig brechen, wäre der Weg schon wieder frei an diese „Doppel-Linie“ aus Juli-Aufwärtstrendlinie (6.380 Punkte) und 200-Tage-Linie (6.358 Punkte). Würde der Index erneut dorthin zurückfallen, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass diese Zone im dann bereits vierten Anlauf bricht, allein wegen der fatalen psychologischen Wirkung der immer kürzer werdenden Abstände bis zum nächsten Test sehr hoch!

Chart vom 27.04.2018, Kurs 6.656,35 Punkte, Kürzel NDX

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