Börsenblick

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Lufthansa: Wie ein defekter Fahrstuhl …?

Ein empfindliches Minus von 5,5 Prozent war die Quittung für die am Donnerstagmorgen präsentierte Bilanz zum ersten Quartal der Deutschen Lufthansa. Besonnene, erfahrene Marktteilnehmer konnten angesichts dieser Reaktion wohl nur den Kopf schütteln. Denn das, was sich da in den Verkäufen Bahn brach, war absehbar gewesen. Nur wollten die, die stur dem dynamischen Aufwärtstrend folgten, der diese Aktie zum Top-DAX-Wert 2017 machte, die Warnsignale eben nicht sehen. Was wie immer dazu führt, dass sie einen irgendwann überrollen. Die Lufthansa ist als Airline in einer extrem volatilen, konjunktursensiblen Branche tätig. Ewiges Wachstum gibt es dort nicht, sondern ein dynamisches Auf und Ab. Deswegen tragen Airline-Aktien auch den Spitznamen „Fahrstuhl-Aktien“. Und die müssen keineswegs defekt sein, wie die Überschrift provozierend andeutet, um nach unten zu fahren – es gehört eben einfach dazu. Die Lufthansa-Aktie hatte die frühere, 20 Jahre währende Handelsspanne zwischen 6,70 und 26,65 Euro im Vorjahr nach oben verlassen. Jetzt ist sie wieder in sie hinein gerutscht, weil die Marktteilnehmer, die auf das verdächtige Abbröckeln der Aktie seit Jahresbeginn nicht mit dem Ausstieg, sondern mit bangem Hoffen reagiert hatten, erkennen mussten: Auch diesmal ist das Wachstum der Kranich-Airline keine Einbahnstraße.

Expertenmeinung: Die durchschnittlichen Analystenerwartungen wurden im ersten Quartal beim Umsatz wie beim Gewinn gleichermaßen nicht erreicht. Zugleich reduzierte die Lufthansa ihre Prognose für das Kapazitätswachstum von 9,5 auf 8,5 Prozent. Noch hält man an der Gewinnprognose fest, aber da hatten sicherlich viele gehofft, die Airline würde da gezielt tiefstapeln. Immerhin hatte man auch Anfang 2017 einen leicht unter Vorjahr liegenden Gewinn avisiert, der am Ende indes sehr weit über dem des Vorjahres lag. Doch diesmal könnte es tatsächlich so kommen: Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) könnte wirklich leicht unter dem 2017er-Ergebnis bleiben. Und dann wäre diese Aktie alles andere als „billig“, zumal solche Situationen viele Akteure daran erinnern: Wenn sich die Rahmenbedingungen verschlechtern, kann der Gewinn bei Airlines ebenso rasant und weit einbrechen, wie er in einem optimalem Umfeld steigt. Grundsätzlich wäre es für das bullische Lager immer noch möglich, einen erfolgreichen Gegenangriff zu führen und mit einem Break über die Widerstandszone 25,74 zu 27,32 Euro sämtliche wichtigen Widerstandslinien auf einen Schlag zu überwinden. Aber es ist zu vermuten, dass sich dieses bullische Lager gerade zügig leert. Denn das gestrige Minus hat mit der 200-Tage-Linie diejenige Linie klar gebrochen, an die sich die Bullen nach dem Bruch der knapp darüber liegenden mittelfristigen Aufwärtstrendlinie geklammert hatten, zugleich hat der Trendfolgeindikator MACD ein dynamisches Verkaufssignal generiert. Die nächste, markantere Unterstützungslinie findet sich jetzt erst bei 21,25 Euro in Form der Monatshochs vom Juli/August 2017. Und es würde nicht überraschen, wenn diese Linie relativ zeitnah einem ersten Test unterworfen würde.

Chart vom 26.04.2018, Kurs 24,20 Euro, Kürzel LHA

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