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Evotec: Bären auf der Überholspur … aber ohne Sicherheitsgurt

Das im TecDAX notierte Biotechunternehmen Evotec hat eher keine Probleme damit, ob der Euro hoch steht oder nicht, denn die meisten Forschungs-Allianzen hat Evotec mit europäischen Unternehmen. Ob die USA die angedrohten Strafzölle in den kommenden Wochen wirklich umsetzen, kann dem Wirkstoff-Forschungsunternehmen ebenfalls egal sein. Und Angst vor der am 9. Mai erwarteten Bilanz des ersten Quartals müsste man hier auch nicht haben. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der optimistische Ausblick, den Evotec gerade erst im Zuge der Jahresbilanz 2017 Ende März ausgegeben hatte, ins Wanken geraten würde. Trotzdem gehörte Evotec am Mittwoch mit knapp fünf Prozent Abschlag zu den größten Verlierern im TecDAX. Aber wieso? Weil die Bären sich hier eben durchsetzen können. Seit Evotec nach einer beeindruckenden Hausse im vergangenen Oktober in eine immens scharfe Korrektur überging, trauen sich die Anleger nicht, ernsthaft zu versuchen, die Bären zurückzudrängen, die ein ums andere Mal imstande sind, die Aktie wieder zu drehen, bevor sie eine tragfähige Aufwärtswende vollziehen kann. Aber:

Expertenmeinung: Der Umstand, dass die Aktie grundsätzlich zu denen gehört, die eine sehr gute Perspektive haben und von den Aspekten, die den Aktienmarkt insgesamt derzeit gefährden, eher nicht betroffen ist, macht diese Verkäufe zu einem gefährlichen Unterfangen. Positive Nachrichten in Form von Erfolgen bei einzelnen Wirkstoffen und damit meist verbundene, den Gewinn steigernde Meilensteinzahlungen der Forschungspartner können bei einer solchen Aktie jederzeit eine Rallye auslösen. Daher sollte man es sich eher zweimal überlegen, ob man hier dem am Mittwoch vollzogenen Bruch der Dezember-Aufwärtstrendlinie auf der Short-Seite folgen will. Dass die Aktie aus einem in den letzten Wochen entstandenen, ansteigenden Dreieck nach unten ausgebrochen ist, ist aus charttechnischer Sicht zwar bärisch. Und sollten die Bären weiterhin Druck machen, ohne dass sich ihnen jemand entschlossen entgegenstellt, wird sich die fundamental bullische Situation dieses Unternehmens auch weiterhin noch nicht auswirken, die Aktie nur noch „billiger“ werden. Aber die abrupten Kurssprünge im Dezember, Februar und März zeigen: Das ist ein riskantes Spiel. Hier wäre es für Marktteilnehmer, die nicht gezielt risikofreudig und kurzfristig traden, eher angezeigt, abzuwarten, bis die Aktie durch das Bezwingen der letzten drei Zwischenhochs zwischen 16,65 und 16,92 Euro eine taugliche Aufwärtswende vollzieht und damit wieder der positiven Entwicklung von Umsatz und Gewinn folgt.

Chart vom 25.04.2018, Kurs 13,59 Euro, Kürzel EVT

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