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Nasdaq 100: Tage der Angst für die Bullen

Seinem Spitznamen „Turnaround Tuesday“ wurde der Dienstag wieder einmal gerecht. Aber das, was sich da gestern an der Wall Street abspielte, könnte Folgen haben, die weit über einen Tag hinausgehen. Da, wo der technologielastige Nasdaq 100 hätte nach oben drehen müssen, um aus dem Rücksetzer der vergangenen Tage einen Pullback an den Ausbruchslevel und damit eine Bestätigung des Anfang vergangener Woche vollzogenen Ausbruchs zu machen, kippte der Index aus leichtem Plus schnell in die Verlustzone und wurde in den folgenden Stunden gnadenlos nach unten durchgereicht. Damit wurde der Ausbruch zur Bullenfalle – und die wirklich kritischen Tage kommen erst noch. Die zunächst direkt nach ihrer Veröffentlichung am Montagabend positiv aufgenommene Quartalsbilanz von Alphabet (ehemals Google) mündete am Dienstag in scharfe Abgaben in dieser Aktie. Und die Halbleiter-Branche stand ohnehin weiter unter Druck – das Resultat im Index war ein Minus von 2,1 Prozent. Die Stimmung beginnt zu wanken. Umso mehr, als man noch vor einer Woche dachte, dass der (jetzt zurück genommene) Ausbruch nach der vorangegangenen, zweimaligen Annäherung an die 200-Tage-Linie die Kuh vom Eis gebracht hätte. Wenn jetzt die anderen Schwergewichte des Index nicht absolut überzeugen, kann die derzeit „nur“ wankende Stimmung völlig umschlagen – und die 200-Tage-Linie erneut zur Dispositionen stehen.

Expertenmeinung: Das werden also Tage der Angst für die Bullen. Heute nach US-Handelsende steht das Quartalsergebnis von Facebook an. Morgen Abend folgen amazon.com, Microsoft und Intel. Und am 1. Mai steht das Ergebnis von Apple an. Hinzu kommt am Freitag die erste Schätzung zum Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal, von dem nicht wenige mittlerweile befürchten, dass es in keiner Weise einen Effekt der vorher monatelang als Kurstreiber fungierenden US-Steuerreform wiederspiegeln wird. Die Marktteilnehmer gehen nach dem gestrigen, kräftigen Minus des Nasdaq 100 entsprechend nervös in diese kommenden Handelstage, eine hohe Volatilität ist damit garantiert. Wo liegen die charttechnischen Ankerpunkte? Um wieder kurzfristig bullisch einstufbar zu sein, müsste der Index über dem Vorwochen-Hoch von 6.843 Punkten schließen. Auf der Unterseite ist es eine relativ breite Unterstützungszone, auf die es ankommt. Sie reicht von der Juli 2017-Aufwärtstrendlinie bei 6.360 Punkten über die knapp darunter bei 6.344 Zählern verlaufende 200-Tage-Linie und das April-Tief bei 6.311 Punkten bis an das bisherige Jahres-Verlaufstief, das Anfang Februar bei 6.167 Zählern markiert wurde. Aber das ist eine Distanz, die schnell durchmessen wäre, würde bei den jetzt in dichter Folge auflaufenden Quartalsbilanzen der Nasdaq-Schwergewichte ein ähnliches Anlegerverhalten aufkommen wie bei der am Dienstag abverkauften Alphabet-Aktie. Das werden spannende und mittelfristig immens wichtige Tage … denn ein Bruch des bisherigen Jahrestiefs dürfte Folgen haben, die über den kurzfristigen Zeithorizont deutlich hinausgehen!

Chart vom 24.04.2018, Kurs 6.509,05 Punkte, Kürzel NDX

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