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Facebook: Heute Abend gilt es – auf die Prognose achten!

Die Investoren haben Ereignisse noch präsent: Das Bekanntwerden der riesigen Datenmengen, die von Facebook an Cambridge Analytica weitergereicht wurden. Das anfängliche Leugnen von Facebook. Ein zerknirschter Mark Zuckerberg vor fachlich überforderten US-Kongressabgeordneten. Und alle dürften sich die Frage stellen: Kann man Facebook glauben, wenn dort verkündet wird, dergleichen werde nicht mehr passieren? Dass die Schutzmaßnahmen für europäische Nutzer intensiviert wurden, dafür aber flugs 1,5 Milliarden Facebook-Accounts nicht mehr unter den neuen Geschäftsbedingungen laufen, weil man Accounts aus Asien, Afrika und Australien aus dem Geltungsbereich der internationalen Zentrale in Irland ausgliederte, lässt eine Augenbraue hochgehen. Die gestrige Meldung des Blogs „Motherboard“, dass Kriminelle auf Facebook ungehindert Identitäten, Sozialversicherungsnummern und Kreditkarteninformationen verkaufen konnten, bis Motherboard nach eigenen Angaben Alarm schlug, macht die Anleger erst recht nervös. Wie viele Leichen könnten da noch im Keller liegen? Werden die Werbekunden bei der Stange bleiben? Wird die Nutzerzahl spürbar sinken? Fragen, die die Aktie am Dienstag ins Minus drückten, denn heute nach US-Handelsende stehen die Quartalszahlen an. Und mit ihnen, noch wichtiger, die Perspektive für die kommenden Monate.

Expertenmeinung: Natürlich stellt sich die Frage, ob Facebook im Zuge der Indikationen für das laufende Quartal und die kommenden Monate nicht Zweckoptimismus verbreiten könnte. Aber man darf unterstellen, dass die Marktteilnehmer jedes Wort, jedes Komma genau unter die Lupe nehmen werden. Natürlich werden auch die Ergebnisse des abgelaufenen ersten Quartals wichtig sein. Da rechnen die Analysten im Schnitt mit einem Gewinn um 1,36 US-Dollar pro Aktie (1. Quartal 2017: 1,04 US-Dollar) und mit einem Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar (Vorjahresquartal 8,03 Milliarden). Aber wie gesagt: Die kommenden Monate sind wichtiger, denn die Zahlen des ersten Quartals können noch nicht wiederspiegeln, wie groß der Schaden für Facebook wirklich sein könnte. Um ein bullisches Signal zu generieren, müssten zwei Hürden überwunden werden: Die Widerstandszone 165/169 US-Dollar, in der die Aktie gerade nach unten abgewiesen wurde und die bei aktuell 177 US-Dollar verlaufende, von Anfang Februar stammende Abwärtstrendlinie. Momentan wäre ein Befreiungsschlag nach oben angesichts der kippenden Stimmung am Gesamtmarkt indes die weniger wahrscheinliche, wenngleich natürlich nicht unmögliche Variante. Das Abwärtsrisiko überwiegt. Und es würde sich aus charttechnischer Sicht mit Zielrichtung an die Unterstützungen bei 144 und 133 US-Dollar entladen, wenn Facebook das bisherige Jahrestief, am 26. März bei 149,02 US-Dollar markiert, durchschlagen würde.

Chart vom 24.04.2018, Kurs 159,69 US-Dollar, Kürzel FB

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