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Euro/US-Dollar: Wenn das klappt, haussieren die Eurozone-Aktien!

In der Eurozone bleiben die Zinsen verschwindend niedrig. In Ländern wie Italien oder Spanien liegen sie zwar klar höher als bei deutschen Bundesanleihen. Aber den besseren Rendite-Schnitt machen international agierende Investoren trotzdem ganz klar in den USA, wo die Rendite für US-Staatsanleihen mit zwei Jahren Laufzeit bereits knapp unter 2,5 Prozent angekommen ist, während man für zwei Jahre bei Bundesanleihen angesichts einer Negativ-Rendite von -0,55 Prozent noch Geld mitbringen muss. Eigentlich müsste der US-Dollar daher weit gefragter sein, denn US-Dollars braucht man nun einmal, um an diese gut rentierenden US-Bonds heranzukommen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Und auch, wenn kaum jemand es auf politischer Ebene oder in den Kreisen der Notenbanken aussprechen mag, es ist durchaus klar, dass die USA den schwachen US-Dollar politisch unterstützen, weil er durch die Begünstigung der US-Exporteure das dortige Wirtschaftswachstum stützt. Aber zum Wochenstart gab der Euro nach, d.h. der US-Dollar zog an. Die schon von vielen abgeschriebene Wende zu Gunsten eines schwächeren Euro wird damit charttechnisch doch wieder greifbar. Aber kann das wirklich gelingen?

Expertenmeinung: Das kann es unter der Voraussetzung, dass eintritt, worauf die Euro-Bären mit diesen Abgaben setzen: Dass a) die Besuche von Immanuel Macron und Angela Merkel beim US-Präsidenten in dieser Woche zur Folge haben, dass auch er „faire“ Politik betreibt und sein Lippenbekenntnis zu einem starken US-Dollar nicht wie Anfang des Jahres durch gegenteilige Aussagen seines Handels- und seines Finanzministers so relativiert wird, dass die Devisentrader weiterhin freie Bahn sehen, um den Euro zum US-Dollar immer höher zu treiben. Und dass b) auch die EZB im Zuge ihrer Sitzung am Donnerstag klar Stellung nimmt und klarstellt, dass der Euro auf dem derzeitigen Niveau zum US-Dollar eben nicht auf einem normalen Niveau notiert. Dann wäre es möglich, dass die seit Mitte Januar geltende Seitwärtsspanne tatsächlich nach unten verlassen wird und eine Trendwende des Euro nach unten einläutet, die für die europäischen Aktienmärkte wie ein Raketen-Treibsatz wirken würde. Aber aus charttechnischer Sicht würde es noch nicht ausreichen, die untere Begrenzung dieser Handelsspanne bei 1,2155 US-Dollar zu unterbieten. Auch die wichtige Unterstützung in Form des Jahreshochs 2017 bei 1,2092 und die 200-Tage-Linie bei aktuell 1,1994 US-Dollar müssten auf Schlusskursbasis fallen, erst dann wäre eine solche Wende wirklich in trockenen Tüchern und würde den Weg zunächst bis in die breite Unterstützungszone im Bereich 1,1555/1,1660 US-Dollar freigeben.

Chart vom 23.04.2018, Kurs 1,2205 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

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