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Euro Stoxx 50: Sekt-oder-Selters-Marke erreicht!

Seit Jahresbeginn sehen wir ein Phänomen, das in den vergangenen Jahren äußerst selten zu beobachten war: Der Euro Stoxx 50 läuft besser als der DAX. Wenn man bedenkt, dass der europäische Leitindex am 23. Januar, als der DAX bei 13.597 Punkten sein bisheriges Rekordhoch markierte, nicht nur noch unterhalb des Jahreshochs 2017 notierte, sondern sagenhafte 32 Prozent unter seinem im Jahr 2000 bei 5.464 Punkten erreichten Rekordhoch, wird deutlich: Dass der Euro Stoxx 50, der 50 Aktien aus verschiedenen Ländern der Eurozone beherbergt, besser läuft als der deutsche Leitindex, ist keineswegs alltäglich. Der Grund kann der wackelige Eindruck sein, den die holperige Regierungsbildung mit der schmalen parlamentarischen Mehrheit in Deutschland bei internationalen Investoren hinterlässt; denkbar ist auch, dass der hohe Anteil exportorientierter Unternehmen im DAX diese Diskrepanz auslöst, da Exporttitel durch den festen Euro derzeit einen schweren Stand haben. Nichtsdestotrotz ist der Euro Stoxx 50 dadurch dort, wo man beim DAX so schnell wie möglich hin will: an der 200-Tage-Linie. Und nicht nur dadurch präsentiert sich der Euro Stoxx 50 in Relation zum DAX für die Bullen aussichtsreicher:

Expertenmeinung: Der Euro Stoxx 50 ist bereits über den Widerstand von Anfang Januar bei 3.469 Punkten hinaus gelaufen, an dem er Ende Februar noch nach unten abgewiesen wurde. Nachdem der Index am Montag bereits an die bei 3.511 Zähler verlaufende 200-Tage-Linie herangelaufen ist, bliebe noch der weniger bedeutsame und damit womöglich auch weniger „bremsende“ Widerstand bei 3.525 Zählern, bevor der Euro Stoxx 50 aus rein charttechnischer Sicht Spielraum bis in den Bereich 3.665/3.709 Punkte hätte. Aber die Basis dieser derzeitigen Rallye könnte kippen. Denn es ist zu vermuten, dass nicht wenige Akteure darauf setzen, dass die Besuche von Macron und Merkel in Washington in dieser Woche dazu führen, dass die von Donald Trump angedrohten Strafzölle gegen Europa abgewendet werden und womöglich sogar die den Eurozone-Export spürbar bremsende Rallye des Euro zum US-Dollar beendet werden kann. Sollten Merkel und Macron indes ohne solche Ergebnisse nach Europa zurückkehren, kann aus diesem so greifbaren Befreiungsschlag ein jäher Schwenk nach unten werden, zumal der bereits jetzt überkaufte Stochastik-Oszillator auf Tagesbasis dazu beitragen dürfte, dass das Bären-Lager bereits auf Argumente lauert, den Index in eine Umkehr zu zwingen. Die Ankerpunkte liegen damit nahe beieinander: Über 3.525 Punkten gälte eine charttechnische Long-Indikation, unter 3.469 Punkten wäre der Euro Stoxx 50 bereits wieder auf Trading-Basis bärisch.

Chart vom 23.04.2018, Kurs 3.513,06 Punkte, Kürzel SX5E

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