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Metro: Prognose gekappt, Aktie zerlegt!

Ein Minus von über zehn Prozent drückte die Metro-Stammaktie am Freitag auf ein neues Rekordtief seit der Aufspaltung des Konzerns in den Handelsbereich (Metro) und die Elektronik-Märkte (Ceconomy) im vergangenen Sommer. Bedenkt man, wie sehr momentan auch die Ceconomy-Aktie auf dem absteigenden Ast unterwegs ist, fragt man sich, ob diese Trennung wirklich eine gute Idee war. Aber jetzt muss man eben sehen, wie man zurechtkommt. Was Metro mit seinen Supermarktketten angeht, war das Urteil der Marktteilnehmer am Freitag nach der Veröffentlichung vorläufiger Halbjahreszahlen nebst der Kappung der Prognose für das Gesamtjahr eindeutig: schlecht. Ursprünglich hatte Metro einen Anstieg des bereinigten EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) um etwa zehn Prozent avisiert. Jetzt werde es nur noch eine „leichte Steigerung“ sein, so das Unternehmen. Der Grund läge in der ausgebliebenen Belebung des Geschäfts in Russland und einer kostenintensiven „alternativen Lösung“ bezüglich der Entgeltverhandlungen mit den Gewerkschaften. Dass die vorläufigen Halbjahreszahlen (die endgültige Halbjahresbilanz soll am 15. Mai folgen) bis dahin im Plan lagen, half entsprechend wenig – die Aktie tauchte ab.

Expertenmeinung: Und damit hat das bärische Lager die Lage weiterhin fest im Griff. Bis diese Zahlen am Freitag auf den Tisch kamen, wäre eine Bodenbildung oberhalb der bis dahin geltenden Verlaufstiefs vom März bei 13,85 Euro möglich gewesen. Aber mit dieser Reaktion auf die kassierte Prognose ist diese Chance vom Tisch. Wieder einmal wurde die Aktie damit im Bereich der als Trendlinien-Ersatz fungierenden 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen. Dieser gleitende Durchschnitt (am Freitag bei 14,35 Euro) und das vorgenannte, jetzt als Widerstand fungierende März-Tief (13,85 Euro) sind die Leitstrahlen der Abwärtsbewegung. Solange dieser Bereich nicht zurückerobert würde, ist an Long-Trades nicht zu denken. Da die Kurshistorie der ehemaligen Metro vor der Aufspaltung in Metro und Ceconomy bei Ceconomy liegt, zeigt der Chart die gesamte „Geschichte“ der Aktie, was heißt: Das Freitags-Tagestief von 12,63 Euro ist zugleich ein Allzeittief. Ob das alleine aber ein Argument ist, die Aktie nach einem solch kräftigen Minus kurzfristig noch deutlich tiefer zu drücken, ist fraglich. Wer dem Trend folgend Short ist, könnte das mit einem Stop Loss knapp über der 20-Tage-Linie wohl bleiben, aber diesem Abriss des Kurses unmittelbar noch mit neuen Short-Trades hinterherzulaufen scheint zumindest gewagt, nicht zuletzt, weil der am Freitag zeitgleich laufende Abrechnungstermin am Optionsmarkt den Abstieg der Aktie intensiviert haben könnte.

Chart vom 20.04.2018, Kurs 13,02 Euro, Kürzel B4B

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