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General Electric: Reicht das wirklich schon für die Wende?

Waren die am Freitag vor US-Handelsbeginn veröffentlichten Daten zum ersten Quartal 2018 für den riesigen US-Mischkonzern General Electric die Basis zu einer auch mittelfristig tragfähigen Wende nach oben? Noch scheinen die Marktteilnehmer da nicht einer Meinung zu sein. Das Plus von 3,93 Prozent, das am Ende des Freitags-Handels zu Buche stand, war zwar recht ordentlich und bedeutete kurzfristig positive Signale im Bereich der Charttechnik. Aber dass die Aktie unmittelbar nach dem Handelsstart schon bis zu 7,5 Prozent höher notierte und Marktteilnehmer diesen Kursanstieg für Gewinnmitnahmen nutzten, stimmt vorsichtig. Denn wer überzeugt ist, dass das Zahlenwerk den großen Wurf bedeutet, nimmt bei einer Aktie, für die ein Plus von 7,5 Prozent in Relation zu dem vorangegangenen, endlos wirkenden Abstieg wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt, noch keine Gewinne mit. Diese Zahlen mögen diejenigen zuversichtlich stimmen, die grundsätzlich daran glauben, dass GE kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der jahrelangen, zuvor zu lange verschleppten Restrukturierung steht. Skeptische Naturen dürfte das Zahlenwerk aber nicht überzeugt haben, denn:

Expertenmeinung: GE übertraf zwar die Analystenprognose von 0,12 US-Dollar Gewinn pro Aktie mit 0,16 US-Dollar einigermaßen deutlich. Aber im Vorjahresquartal hatte der Gewinn noch 0,21 US-Dollar betragen. Und hier geht es um einen um „Sonderfaktoren“ bereinigten Gewinn. De facto hat GE rote Zahlen geschrieben … und die waren mit 1,15 Milliarden oder   -0,14 US-Dollar pro Aktie nicht gerade klein. Und noch ist der Restrukturierungsprozess nicht abgeschlossen. GE hat sich selbst verordnet, im Jahr 2018 zwei Milliarden US-Dollar an Kosten einzusparen. Aber solange diese Prozesse laufen, bleibt offen, wie profitabel der Konzern am Ende dieses jahrelangen Weges wirklich sein kann. Rein charttechnisch betrachtet ist durch das Plus des Freitags ein kurzfristig bullisches Signal entstanden. Die Aktie überwand durch den Kurssprung den Kreuzwiderstand aus der Oktober-Abwärtstrendlinie und der zunächst als Unterstützung, ab Ende März dann als Widerstand dienenden Linie bei 13,95 US-Dollar. Doch dass die Aktie im Hoch schon recht nahe an die nächste Widerstandszone bei 15,20/15,80 US-Dollar heranlief, am Ende aber doch wieder näher am gerade überbotenen Widerstand als an der nächsten Hürde schloss, wäre ein Argument, diesem Kurssprung nicht unmittelbar hinterherzulaufen, sondern erst einmal abzuwarten, ob sich diese grundsätzlich mögliche Wende tatsächlich wird durchsetzen können. Nach einem Anstieg über die vorgenannte nächste Widerstandszone 15,20/15,80 US-Dollar wäre man dahingehend auf festerem Boden unterwegs und könnte dann, wenn sich dadurch charttechnischer Spielraum in den Bereich 17,35/17,45 US-Dollar eröffnet, auch mit einem engeren Stoppkurs knapp unterhalb dieses Bereichs 15,20/15,80 US-Dollar agieren.

Chart vom 20.04.2018, Kurs 14,54 US-Dollar, Kürzel GE

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