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Dow Jones: Jetzt dürfen die Bullen nicht versagen!

Als der Dow Jones am Dienstag mit einer großen Kurslücke nach oben startete, wurde dadurch – zumindest in der Berechnung auf Tagesbasis – die Januar-Abwärtstrendlinie bezwungen. Und das kurz vor einem Abrechnungstermin für Index-Optionen, der die Kurse im Zuge von Aufwärtsbewegungen normalerweise zieht: Da sahen die meisten Akteure wohl die 25.000 Punkte-Marke per Freitagabend als sicher an. Dass es dann doch die 24.500 wurde, in deren Bereich die Index-Optionen am Freitag abgerechnet wurden, mutet prozentual betrachtet unproblematisch an. Ob nun zwei Prozent höher oder tiefer – was macht das schon aus? Noch gar nichts, das stimmt. Aber dass im weiteren Wochenverlauf keinerlei Zug mehr in den Dow Jones kam, ist ein Indiz dafür, dass der Index ohne diesen Abrechnungstermin womöglich erst recht unter Druck geraten wäre. Ein ähnliches Bild hatten wir im Umfeld der letzten Terminbörsen-Abrechnung am 16. März gesehen. Im Verlauf der Tage knapp vor dieser Abrechnung „verhungerte“ eine Aufwärtsbewegung. Und die Woche nach dem Verfalltermin ging es zunächst langsam, dann aber immer dynamischer abwärts. In eine solche „Nach-Verfalltermin-Woche“ treten wir jetzt ein. Kommt es diesmal anders, können die Bullen die nötigen Zeichen setzen, um die Aufwärtsbewegung aufrechtzuerhalten?

Mit Blick auf die chart- und markttechnische Gesamtlage ist festzuhalten: Die Bullen dürfen jetzt nicht versagen, denn auch, wenn es bis zum bisherigen Jahrestief, das Anfang April mit 23.346 Punkten einen Hauch unter dem Tief von Anfang Februar markiert wurde, noch relativ weit ist: Dieses Sicherheitspolster ist nicht gerade solide. Es müssten zwar gleich fünf charttechnische Unterstützungen gebrochen werden, um ein neues Jahrestief zu markieren. Aber die liegen eben auch auf engem Raum. 1.100 Punkte bis zu einem mittelfristig relevanten Short-Signal, das wäre schnell geschafft, wenn man seitens der Bären nur entschlossen genug agiert. Und Sie sehen es im Chart auf Wochenbasis: Aufgrund des dort anderen Winkels der Abwärtstrendlinie wurde diese auf Wochenbasis nicht überboten. Es ging anfangs darüber, aber auf Höhe der oberen Begrenzung des Anfang 2016 etablierten Aufwärtstrendkanals um 24.850 Punkte wurde der Index abgewiesen. Sie sehen auch: Diese obere Begrenzungslinie des Trendkanals spielt seit Anfang März immer wieder eine Rolle, zunächst als Unterstützung, jetzt als Widerstand.

Auf der Ebene des Tagescharts hat das Abbröckeln des Index bislang nur dazu geführt, dass er wieder auf der hier einen steileren Winkel aufweisenden Januar-Abwärtstrendlinie von oben aufgesetzt hat. Würde der Dow Jones umgehend wieder anziehen, wäre das nichts anderes als ein Pullback, würde den Ausbruch also bestätigen. Würde er klar über dem Vorwochen-Verlaufshoch von 24.859 Punkten schließen, wäre der Pullback abgeschlossen und die Indikation bullisch. Aber ob er jetzt umgehend wieder anzieht, ist eben noch nicht heraus.

Chart vom 20.04.2018, Kurs 24.462,94 Punkte, Kürzel INDU

So aber haben wir erst einmal ein US-Index-Flaggschiff vor uns, das in einer normalerweise eher bullisch verlaufenden Woche mit einem Terminbörsen-Abrechnungstermin ziemlich genau da wieder schloss, wo die Woche begonnen hatte. Könnte das am Freitagabend nach US-Handelsende gemeldete Einlenken Nordkoreas für Käufe sorgen? Vielleicht. Aber wahrscheinlicher ist, dass sich die Akteure auf andere Themen fokussieren: Konjunkturdaten, Quartalsbilanzen und das pausenlose Polit-Theater in Washington. Und in diesen Bereichen waren „good news“ zuletzt eher dünn gesät. Fazit: Der Dow Jones wäre aus aktueller Sicht nach Schlusskursen über 24.900 Punkten bullisch, im Fall eines Schlusskurses unter 23.300 bärisch. In der Zone dazwischen toben die Daytrader … da sollte man sich nur ins Getümmel bewegeben, wenn man mit hoher Volatilität umgehen kann und möchte.

Chart vom 20.04.2018, Kurs 24.462,94 Punkte, Kürzel INDU

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