Börsenblick

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S&P 500: Läuft hier gerade etwas schief?

Bis zum Handelsbeginn des Mittwochs lief für das bullische Lager alles nach Plan. Seither aber scheint beim marktbreiten US-Index Standard & Poor’s 500 (S&P 500) der Wurm drin zu sein. Und dass das ausgerechnet unmittelbar vor einem Abrechnungstermin für Optionen, der heute stattfindet, passiert, sollte Anlass geben, hier in den kommenden Tagen ganz genau hinzusehen. Denn eigentlich war die Konstellation dergestalt, dass die Abrechnung der an der US-Börse gegenüber Deutschland weit wichtigeren Optionen am oberen Ende der Handelsspanne seit dem letzten Abrechnungstermin am 16. März stattfinden würde. Doch bis dahin wird es der S&P 500 nicht mehr schaffen. Und damit schwant so manchem wohl, dass es diesmal nicht anders ablaufen wird als im März. Auch da war der Index im Vorfeld der Abrechnung, bei der damals auch noch die Futures dabei waren (der viermal jährlich stattfindende, sogenannte „dreifache Hexensabbat“) zwar gestiegen, zeigte aber in den letzten Tagen davor Schwäche. Und kaum war die Abrechnung am 16. März über die Bühne, folgte ein kräftiger Abwärtsimpuls. Besteht dieses Risiko auch diesmal?

Expertenmeinung: Es besteht durchaus. Denn immerhin sind die Rahmenbedingungen für einen ernsthaften und erfolgreichen Anlauf an und über das bisherige Rekordhoch (2.872 Punkte) alles andere als ideal. Die bisher eingelaufenen, noch wenigen Quartalsbilanzen zeigen ein gemischtes Bild, das schwächer ausfällt als das, was diejenigen erwartet haben dürften, die der US-Steuerreform Wundertaten zubilligen. Die geopolitische Lage ist und bleibt ebenso angespannt und unsicher wie die Strafzoll-Problematik. Und überall stecken die USA mittendrin. Das Wirtschaftswachstum dürfte im ersten Quartal nicht gerade überzeugend ausgefallen sein (da kommt in einer Woche die erste Berechnung auf den Tisch) und die Anleihezinsen bleiben vor allem in den kurzen Laufzeiten, die sich eigenen, um aus dem Aktienmarkt abfließendes Geld zu parken, im Aufwärtstrend. Der S&P 500 müsste schnell über die bei aktuell 2.745 Punkten verlaufende Januar-Abwärtstrendlinie hinaus, um aus charttechnischer Sicht bullische Fakten zu schaffen und damit das unmittelbare Risiko eines erneuten Abwärtsschwenks zu verringern. Aber das könnte leichter gesagt als getan sein. Bis 2.717 Punkte war der Index am Mittwoch gekommen, bildete da aber einen Doji aus, dem gestern eine rote Kerze folgte. Damit haben wir hier einen „Evening Star“, ein haushohes Warnsignal in der Candlestick-Lehre. Würde heute eine weitere rote Kerze folgen, würde für die Bullen etwas immens schieflaufen. Schlusskurse klar unter 2.674 Punkten würden zudem bedeuten, dass der Ausbruch über die Wendeformation, die sich in den letzten Wochen ausgebildet hatte, zurückgenommen ist. Als „Sicherungsseil“ ließe sich da noch die bei 2.644 Punkten verlaufende 20-Tage-Linie sehen. Aber wenn auch die fiele, wäre die Möglichkeit, dass ein erneuter und dann womöglich die bisherigen Jahrestiefs durchschlagender Abwärtsschub ansteht, deutlich gestiegen.

Chart vom 19.04.2018, Kurs 2.693,13 Punkte, Kürzel SPX

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