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Nordex: Der Trendwende zweiter Anlauf

Die am 27. März veröffentlichte Bilanz des Jahres 2017 war im Rahmen der vorläufigen Ergebnisse geblieben. Aber erst zu diesem Termin gab der Windkraftanlagensteller Nordex eine Antwort auf die die Investoren weit mehr interessierende Frage: Wie wird es 2018 laufen? Und da gab es Licht und Schatten. Für 2018 erwartet Nordex keinen Nettogewinn. Das war eine unschöne Nachricht, aber eigentlich konnte man damit rechnen. Und perspektivisch wurde dieser Dämpfer dadurch ausgeglichen, dass Nordex 2018 gute Auftragseingänge erwartet und davon ausgeht, dass sich der Gesamtmarkt für Windenergie in Deutschland ab 2020 erholen werde. Dementsprechend griffen die Anleger an diesem 27. März nach zunächst schwacher Eröffnung auch zu. Doch der Tag endete dennoch im Minus, der zeitweilige Gewinn wurde abverkauft. Was auch an der Mitteilung gelegen haben kann, dass Nordex nicht vorhat, mit anderen Unternehmen der Branche zusammenzugehen, sondern eigenständig zu bleiben. Eine Fusion war vielen Investoren als einziges Mittel erschienen, in einem schwierigen Umfeld schnell wieder gute Gewinne zu erzielen. Folgerichtig folgte am nächsten Tag weiterer Verkaufsdruck, was kurzzeitig sogar zum Bruch des 2017er-Jahrestiefs führte. Aber sofort danach war schon wieder alles anders:

Expertenmeinung: Nach diesem markanten Abwärtsimpuls folgte ein Doji, der mit der direkt folgenden grünen Kerze zusammen zu einem „bullish engulfing pattern“ wurde, das als Basis für eine Rallye diente, aus der sich jetzt sogar eine Trendwende nach oben ergeben könnte. Auslöser für diesen abrupten Richtungswechsel war eine Nachricht, die den Optimismus des Unternehmens hinsichtlich der Auftragseingänge bestätigte: Am 3. April meldete Nordex, dass man einen Großauftrag über 47 Windturbinen nebst mehrjährigem Serviceauftrag aus der Türkei erhalten habe. Das ist eine bemerkenswerte Größenordnung. Ob aber die Leerverkäufer, denen es seit Anfang 2016 ein ums andere Mal gelungen ist, Nordex an entscheidenden Widerständen wieder nach unten zu drücken, wirklich klein beigeben, Nordex womöglich über das Januar-Hoch bei 11,70 läuft und damit ein großes Doppeltief vollenden würde, muss sich erst herausstellen. Denn die Aktie ist an einen typischen, von den Bären verteidigten Widerstand herangelaufen: an die 200-Tage-Linie. Und dass die Aktie seit Tagen unterhalb dieser Linie verharrt, quasi einen Sicherheitsabstand einhält, um die Bären nicht zur Gegenwehr zu provozieren, unterstreicht: Diese Linie ist kurzfristig entscheidend. Sollte dieser derzeit bei 9,79 Euro verlaufende, wichtige gleitende Durchschnitt auf Schlusskursbasis eindeutig überwunden werden, wäre ein Run der Bullen bis zunächst 11,70 Euro allemal eine Möglichkeit. Aber wenn die Leerverkäufer weiter auf dem Posten sein sollten, wird dieser Ausbruch nicht über den Status einer reinen Chance hinauskommen. Dann wäre im Fall eines Bruchs der Kreuzunterstützung der aus dem Herbst stammenden Wendemarke bei 8,60 Euro und der momentan bei 8,64 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie ein erneutes, kurzfristiges Short-signal gegeben. Sekt oder Selters also … die kommenden Tage werden eine Entscheidung bringen.

Chart vom 18.04.2018, Kurs 9,51 Euro, Kürzel NDX1

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