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Nemetschek: Ist die Börse manchmal doch eine Einbahnstraße?

Es dürfte einige Investoren geben, die mit der Nemetschek-Aktie schon deswegen nicht viel anzufangen wissen, weil ihnen nicht gewärtig ist, was Nemetschek eigentlich macht. Es handelt sich hier um einen im TecDAX notierten Entwickler von Software für den Architekturbereich und die Bauindustrie. Was nicht gerade spannend klingt. Aber wenn man sich ansieht, was die Aktie derzeit auf die Beine stellt, sollte man ein solches Urteil besser überdenken. Alleine von Anfang Februar bis gestern ist diese Aktie von 70,50 auf 100,40 Euro nach oben geschossen. 42 Prozent in zehn Wochen: Da kann man schon mal genauer hinschauen. Aber wo liegt die Basis dieser Hausse? Da wird es interessant. Denn dass die die Aktie beobachtenden Analysten derzeit, auch nach den Ende März veröffentlichten Unternehmensprognosen für 2018, ein Kursziel von im Schnitt knapp 80 Euro sehen und derzeit von diesen acht Analysten keiner eine aktive Kaufempfehlung ausgibt, hat auf diesem Kursniveau schon seine Berechtigung.

Expertenmeinung: Nemetschek hatte 2017 33 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr erzielt, der Umsatz war um knapp 18 Prozent gestiegen. Das ist gut, aber nicht gerade rasant. Für 2018 erwartet man eine Marge zwischen 25 und 27 Prozent, was leicht über der des Jahres 2017 läge, und einen Umsatzanstieg zwischen 13 und 16 Prozent. Das würde indes nicht gerade stark steigende Gewinne bedeuten. Und würde es z.B. für ein Gewinnplus von 20 Prozent reichen, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis – vorausgesetzt, die Aktie steige nicht noch weiter – bei für diesen Umsatz- und Gewinnanstieg recht hohen 40. Kurz: Nemetschek ist gelinde gesagt nicht gerade billig. Dass die in den vergangenen Tagen so nahe gekommene, verlockende runde 100 Euro-Marke gestern genommen wurde, kann daher manch einen Anleger locken, bei einem derart starken Plus binnen so kurzer Zeit auch mal Gewinne mitzunehmen. Ein Gedanke, dem man sich anschließen könnte. Hier einen Teil der Position glattzustellen, wäre zu überlegen, zumal sich die bei gut 90 Euro verlaufende 20-Tage-Linie als Unterstützung nicht bewährt. Da müsste man schon tiefer gehen, in die Region 82,00/85,50 Euro, um eine tragfähig wirkende Auffangzone als Orientierung für einen Stoppkurs zu finden. Das ist eine große Distanz, die durch Teilverkäufe auf diesem Rekordhoch ausgeglichen werden könnte.

Chart vom 19.04.2018, Kurs 100,40 Euro, Kürzel NEM

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