Börsenblick

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Zalando: Zuerst entzaubert, dann ein Fressen für die Bären?

Der Online-Händler Zalando ist längst nicht mehr auf Schuhe beschränkt. Und er wächst rasant, das steht außer Frage. Aber Wunder kann das Unternehmen nicht vollbringen. Je schneller der Umsatz wächst, desto eher muss man bei der Gewinnmarge Kompromisse eingehen, immerhin ist in jedem Bereich, um den sich Zalando erweitert, bereits irgendjemand da und hat einen Fuß im Markt. Es hat recht lange gedauert, bis die jahrelang dauer-optimistischen Anleger das realisiert hatten: Immer wieder wurde vor Quartalszahlen bzw. vor der Veröffentlichung vorläufiger Quartalsergebnisse gekauft, auf den ganz großen Wurf gesetzt. Doch immer wieder kam es danach zu Abgabedruck. Denn Zalando wächst rasant, von einem Umsatz von 500 Millionen Euro 2011 auf 4,5 Milliarden im Jahr 2017. Aber nichtsdestotrotz ist die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) hoch. Zu hoch? Würde Zalando die derzeitige, durchschnittliche Erwartung der Analysten schaffen und 2018 50 Prozent mehr verdienen, läge das KGV auf Basis des aktuellen Kurses knapp über 70. Und würde der Kurs bis zum Jahresende weiter zulegen, was man als Käufer ja hofft und erwartet, wäre es nur umso höher. Das ist zugegeben hoch, zu hoch, um auch nur kleine Enttäuschungen zu verdauen – eigentlich.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass die Zalando-Aktie bereits am seidenen Faden hängt. Während jetzt jederzeit die vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal kommen könnten, ist von den früheren, so sturen Vorkäufen nichts zu sehen. Im Gegenteil: Jetzt kann schon ein schwacher Tag reichen, um mittelfristige Short-Signale auszulösen. Nach dem Abverkauf als Reaktion auf den Avis einer nachlassenden Gewinnmarge Anfang März wurden die Verluste zwar rasant wieder aufgeholt, aber die vorherigen Hochs konnten nicht überboten werden. Im Gegenteil, Zalando drehte erneut nach unten ab und notiert jetzt an der doppelten Unterstützung aus der 200-Tage-Linie (43,05 Euro) und der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie (42,90 Euro). Käme es zu einem mit einem Schlusskurs unter dem März-Tief (41,67 Euro) signifikanten Bruch dieser Unterstützung, wäre der Weg nach unten frei. Aber gerade der Umstand, dass die Akteure jetzt defensiv agieren, statt blind optimistisch zu kaufen, macht es denkbar, dass man zu vorsichtig, zu pessimistisch ist und die nächsten Ergebnisse gut genug ausfallen, um die jetzt aussteigenden Anleger sofort wieder „zurückzupfeifen“. Daher sollte man die Oberseite besser nicht aus den Augen lassen: Über 46 Euro wären die kurzfristig entscheidenden Widerstände bezwungen und die Aktie – dann wohl wider Erwarten der derzeitigen Mehrheit – aus charttechnischer Sicht wieder für einen Aufwärtsimpuls gut.

Chart vom 16.04.2018, Kurs 43,21 Euro, Kürzel ZAL

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