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US-Dollar/Yen: Besser das Fell des Bären noch nicht verkaufen!

Wenn man sich die Relation des US-Dollars zum japanischen Yen seit Amtsantritt des derzeitigen US-Präsidenten im Januar 2017 ansieht, gewinnt man den Eindruck, dass da eine Trendwende nach oben naht, die das Zeug hätte, den US-Dollar wieder in den Bereich zwischen 114 und 115,50 Euro zu verteuern. Aber ob aus dieser sich im Tageschart abzeichnenden Chance wirklich etwas wird, ist noch völlig offen und mit Querblick auf die Währungspolitik der USA zumindest fraglich. Erst gestern verkündete Donald Trump, dass Russland und China ein Abwertungsspiel treiben würden, während die USA die Zinsen anheben. Was nicht akzeptabel wäre. Doch wenn irgendeine der großen Weltwährungen seit Januar 2017 abwertet, dann ist es in Wahrheit der US-Dollar. Nicht nur zum Euro, was wir in Europa immer mehr zu spüren bekommen. Auch zum japanischen Yen vollzog sich diese Abwertung. Und die USA werden diesen ihren Export in den Rest der Welt begünstigenden Vorteil nicht einfach aufgeben, denn dort weiß man sehr wohl: Wäre der US-Dollar nicht derart schwach, wäre das ohnehin trotz Trumps angeblicher Wundertaten nur durchschnittliche Wachstum ganz dahin.

Und wir sehen im längerfristigen Chart auf Wochenbasis, dass der US-Dollar zum einen bereits seit Sommer 2015 in einem Abwärtstrend zum Yen verläuft und der Greenback bis zum Herbst 2014 deutlich tiefer zum Yen notierte. Anfang 2013 bekam man einen US-Dollar für nur 85 Yen. Das war ein Niveau, das den US-Exporteuren heute perfekt in die Karten spielen würde. Und daher wäre es überraschend, würde nicht versucht, den US-Dollar wieder in diese „billige“ Region zu bringen, indem der Kurs durch das Jahrestief 2016 bei 99 Yen für einen US-Dollar gedrückt wird.

Chart vom 16.04.2018, Kurs 107,12 Yen, Kürzel USD.YEN

Da weiterhin keine Regierung oder Notenbank es wagt, den entgegen der üblichen Erwartungen bei steigenden US-Zinsen fallenden US-Dollar als etwas anderes als „reinen Zufall“ zu bezeichnen, weil man fürchtet, dass die USA dann nur umso aggressiver über die Zölle versuchen werden, das Pendel im Welthandel zu ihren Gunsten zu verschieben, dürfte der Weg nach oben der weitaus steinigere sein. Zwar würde ein kurzfristiges, charttechnisches Long-Signal vorliegen, wenn die momentan angegangene Widerstandszone bei 107,30/108,15 Yen eindeutig überwunden würde. Aber schon bei 110,45 Yen wartet die 200-Tage-Linie, bei 112,60 Yen die übergeordnete Abwärtstrendlinie auf die Bullen. Und würde es dem bärischen Lager, das sich der politischen Rückendeckung der USA sicher weiß, gelingen, den Kurs mit Schlusskursen unter 106,25 Yen aus der Widerstandszone nach unten heraus und unter die 20-Tage-Linie zu drücken, wäre der Weg zunächst zwar nur an das bisherige Jahrestief bei 104,65 Yen frei … aber es würde nicht überraschen, wenn man es dann auch noch wagt, „in die Vollen“ zu gehen und die Unterstützungslinie bei 99 Yen anzugreifen.

Chart vom 16.04.2018, Kurs 107,12 Yen, Kürzel USD.YEN

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