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Drägerwerk – Ist der Kurssturz eine Einstiegsmöglichkeit?

Dräger ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik. Die vielfältigen Angebote umfassen die Bereiche Notfall- und Akutmedizin sowie Personenschutzausrüstungen für Industrie, Bergbau und Rettungsdienste.

Zu den wichtigsten Produkten gehören Beatmungsgeräte, Patientenmonitoring und Geräte für die Versorgung von Neugeborenen. Im Bereich Sicherheit bietet Dräger ganzheitliche Gefahrenmanagementsysteme an, dazu zählen beispielsweise Atemschutzgeräte, Gasmesssysteme oder auch Tauchtechnik.

Wachstum eher verhalten

In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 1,92 auf 2,57 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn legte von 2,47 auf 4,12 Euro je Aktie zu. Das Wachstum ist also eher gering, gerade die Umsatzentwicklung schwächelt seit Jahren. Dich Höchstmarke von 2015 konnte bisher nicht mehr überboten werden. Ähnlich sieht es beim Gewinn aus, hier ist der Höchstwert gar im Jahr 2011 zu finden.

Das zurückliegende Geschäftsjahr war eher erfreulich. Der Umsatz stieg zwar nur um 2% auf 2,57 Mrd. Euro. Die Marge legte im Vergleich zum Vorjahr jedoch etwas zu und gab dem Ergebnis Auftrieb. Der Gewinn stieg deutlich stärker von 3,40 auf 4,12 Euro je Aktie.

Erstes Quartal schickt Aktie in den Keller

Dräger hat heute Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt und sie sind eher durchwachsen. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 2,5%, unbereinigt sank er aber um 7,4%. Dieser Umstand hat auch negative Auswirkungen auf die Profitabilität, die Bruttomarge sank von 44,9 auf 41,4%. Unter dem Strich muss für das Quartal sogar ein Verlust von 40 Mio. Euro verbucht werden, nach einem Plus von 2,3 Mio. im Vorjahr.
Die Prognose für das Gesamtjahr wurde dennoch bestätigt. Dräger erwartet weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2-5% und eine Ebit-Marge von 4-6%.

Durch die seit Monaten laufende Abwärtsbewegung und den heutigen Kurssturz ist die Bewertung deutlich gesunken. Dräger kommt aktuell auf ein KGV von 17,0 und ein KGVe von 16. Die Dividendenrendite liegt bei 0,65%.
In Anbetracht des geringen Wachstums ist die Aktie noch immer kein Schnäppchen und auch die Dividende lockt Investoren wohl kaum.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist ein klarer underperformer und tritt seit Jahren bestenfalls auf der Stelle, die langfristige Kursentwicklung entspricht eben wie immer der fundamentalen Lage.
Kurzfristig scheint der Wert aber eher überverkauft und es könnte in den nächsten Wochen durchaus zu einer Gegenbewegung kommen. Der Support nahe 70,00 Euro und die mittlere Abwärtstrendlinie wirken hier stützend und könnten den Bären Einhalt gebieten.
Wird dieser Unterstützungsbereich aufgegeben, droht ein Abverkauf in Richtung 60,00 Euro.

Für Anleger, die einen Einstieg erwägen, könnte die unter dem Symbol DRW8 laufende und günstigere Stammaktie unter Umständen die bessere Option sein.

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