Börsenblick

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Tesla: Der Chef spuckt große Töne

Sieh an, jetzt beginnt auch Tesla-Chef Elon Musk via Twitter „Politik“ zu machen. Aber wie schon beim US-Präsidenten können einem da, weil es so schön schnell geht, auch mal unbedachte Aussagen herausrutschen, mit denen man später festgenagelt werden könnte. Musk teilte am Freitagnachmittag via Twitter mit, dass Tesla keinen akuten Kapitalbedarf habe, schließlich werde das Unternehmen im dritten und vierten Quartal schwarze Zahlen schreiben. Damit rechnete bislang niemand. Außer Elon Musk? Das ist die Frage, denn das war eine blitzschnelle Reaktion auf eine Analyse der Aktie durch Goldman Sachs. Dort erneuerte man sein „Verkaufen“-Rating und senkte das Kursziel auf 195 US-Dollar ab. Begründung: Tesla werde die Produktionsziele des Model 3 nicht schaffen und daher gegen Jahresende neues Kapital benötigen. Das klingt natürlich unerfreulich. Und Musk sah sich genötigt, umgehend dagegen zu halten. Aber wer behält nun Recht?

Expertenmeinung: Schon wieder greift damit das, was diese Aktie seit jeher ausmacht: Tesla ist eine Glaubensfrage. Wer hier bullisch ist, geht fest davon aus, dass Elon Musk weiß, was er sagt. Wer bärisch ist, nickt bei der Goldman Sachs-Analyse zustimmend mit dem Kopf. Kein Wunder, dass der Tag, der ohne das jeweilige Gegenstück dieser beiden Nachrichten einen massiven Impuls hätte auslösen können, mit nur einer geringen Kursveränderung beendet wurde. Aber die Aktie bleibt damit in einer Zone, die auch ohne diese beiden Meldungen extrem spannend ist, denn Tesla steht an einer Scheidemarke: Wird sich hier ein neuer Aufwärtsimpuls etablieren – oder kippt die Aktie und rutscht an und dann wohl auch unter das letzte Tief? Die scheinbar ewig wirkende Toppbildungsphase war Ende März mit dem Bruch der Nackenlinien-Zone 287/304 US-Dollar vollendet worden. Das erste charttechnische Kursziel bei 240 US-Dollar wurde danach blitzschnell erreicht und hielt zunächst. Von hier aus federte der Kurs zu Monatsbeginn wieder in die Zone 287/304 US-Dollar zurück – und hängt seither dort fest. Die Bullen versuchen, den Kurs darüber hinaus zu ziehen, um den Weg nach oben frei zu bekommen, die Bären versuchen, Tesla wieder deutlicher unter 287 US-Dollar zu drücken, wissend: Kippt der Kurs erneut und zudem zeitnah, dürfte sich das Lager der Optimisten schnell leeren, die Aktie die 240-US-Dollar-Zone im zweiten Anlauf brechen und gute Chancen haben, schnell dorthin zu rutschen, wo sie Goldman Sachs sieht: in den Bereich um 200 US-Dollar.

Chart vom 13.04.2018, Kurs 300,34 US-Dollar, Kürzel TSLA

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