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Nasdaq 100: Befreiungsschlag misslungen, Matchball für die Bären?

Anfang April hielten die Bullen den Atem an: Der Nasdaq 100 rutschte präzise an die aus den Tiefs vom Juli 2017 und Februar 2018 konstruierbare Aufwärtstrendlinie – und hielt sie. Und damit auch die wichtige 200-Tage-Linie, die mit 6.307 Punkten ganz unmittelbar unter dieser bei aktuell 6.335 Punkten verlaufenden Aufwärtstrendlinie verläuft. Aber so rasant wie im Februar gestaltete sich die darauffolgende Aufwärtsbewegung nicht. Erst am vergangenen Dienstag schien die Gegenwehr des bärischen Lagers zu erlahmen, das zuvor mehrfach Aufwärtsbewegungen wieder abverkauft hatte. Der Nasdaq 100 präsentierte sich in einer Bodenbildung – so weit, so gut. Aber was noch fehlte, war der Break über die nächstliegenden charttechnischen Widerstände. Denn Unterstützungen zu verteidigen ist eine Sache. Da können alleine Gewinnmitnahmen der Bären, d.h. das Eindecken von Short-Positionen beim Erreichen kurzfristiger Kursziele, zu wieder anziehenden Kursen führen. Aber erst, wenn Chartmarken bezwungen werden, die normalerweise von bärischen Akteuren verteidigt werden, wäre zu unterstellen, dass die Bullen tatsächlich wieder das Heft in der Hand halten und eine taugliche Chance auf weitere Kursgewinne vorliegt. Genau das hätte am Freitag gelingen können. Aber es gelang eben nicht.

Expertenmeinung: Der Bereich, der hätte bezwungen werden müssen, um den Weg nach oben freizumachen, war die Zone des Zwischentiefs von Anfang März, der Zwischenhochs der vergangenen zwei Wochen und der 20-Tage-Linie, alle drei auf engem Raum zwischen 6.625 und 6.645 Punkten gelegen. Am Donnerstag war der Nasdaq 100 schon marginal darüber gelaufen, aber signifikant war der Break über diese Zone mit einem Schlusskurs von 6.656 Punkten noch nicht. Am Freitag hätten die Bullen den Sack zu machen und für klare Verhältnisse sorgen können. Und anfangs sah es auch so aus, als würde das gelingen, denn der Index startete mit knapp 6.700 Punkten schon recht solide über dieser Zone in den Handel. Doch dieser Kursgewinn verwandelte sich sehr schnell in ein Minus – und damit war die Chance, mit einer bullischen Indikation ins Wochenende zu gehen, vertan. Ein Matchball für die Bären ist das aber noch nicht. Noch 40 Minuten vor dem Handelsende sah es zwar so aus, als würde der Nasdaq 100 auf Tagestief aus dem Handel gehen und damit ein negatives „bearish engulfing pattern“ produzieren. Aber dann kamen direkt zum Handelsende Käufe auf, die dafür sorgten, dass der Index wenigstens im Bereich dieser kurzfristig entscheidenden Chartzone schloss. Aber ein erneuter Ausbruchsversuch müsste sitzen, ansonsten dürfte sich das bärische Lager nicht mehr so die Butter vom Brot nehmen lassen, wie dies durch die kleine Schlusskurs-Rallye am Freitagabend geschah. Immerhin lockt große Beute: Würde der Nasdaq 100 in einen erneuten, dynamischen Abwärtsimpuls übergehen, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur die Juni-Trendlinie und die 200-Tage-Linie, sondern auch das Februar-Tief bei 6.167 Punkten erreicht werden und ggf. dann auch brechen, nicht zu unterschätzen!

Chart vom 13.04.2018, Kurs 6.628,34 Punkte, Kürzel NDX

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