Börsenblick

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Volkswagen Vz: Kehren neue Besen gut?

Am Donnerstagabend wurde seitens des Volkswagen-Aufsichtsrats bestätigt, was die Spatzen seit einer nebulös wirkenden ad hoc-Meldung im Wochenverlauf von den Dächern pfiffen. Zwischen den Zeilen wurde da erkennbar, was jetzt Fakt ist: Der bisherige Vorstandschef Müller geht … bzw. muss gehen. Auch zwei weitere Vorstände müssen oder wollen ihren Stuhl räumen. Der bisherige Chef der Kernmarke VW, Diess, übernimmt das Ruder, Müller scheidet per sofort aus. Zugleich kündigte der Aufsichtsrat am gestrigen Abend eine Neuaufstellung an: Eine neue Struktur mit sechs Geschäftsfeldern und der angestrebte Börsengang der LKW-Sparte. Seit diese ad hoc-Meldung am Dienstag erwarten ließ, dass sich beim Konzern etwas tut, zieht die Aktie kräftig an. Aber ist das eigentlich wirklich clever von denen, die da einsteigen? Sicher, es heißt im Volksmund, dass neue Besen gut kehren. Aber gerade erst hat man beim Wechsel in der Deutsche Bank-Führung eine Reaktion am Aktienmarkt gesehen, die berücksichtigt, was bei der VW-Aktie bislang nicht zur Kenntnis genommen wird: Wenn der Chef ausgetauscht wird – und in diesem Fall gleich noch zwei weitere Vorstände mit ihm – muss zuvor etwas schief gelaufen sein.

Expertenmeinung: Und zwar mehr, als die Anleger womöglich realisiert hatten, denn bis zu dieser ad hoc-Meldung des Dienstags hatte die Aktie gerade einen Doppelboden auf Höhe der wichtigen Unterstützungslinie um 153 Euro ausgebildet und ohnehin schon wieder angezogen. Das hätte sie nicht getan, hätten die Anleger gewusst, dass die bislang bestehende Agenda der Neu- und Umstrukturierung offenbar nicht so funktioniert, wie sich das der Aufsichtsrat vorgestellt hat. Und ob drei neue Köpfe im Vorstand jetzt bewirken, was die bisherige Führungsriege nicht bewirken konnte, müsste sich erst einmal herausstellen. Bedenkt man, dass der damalige Wechsel von Winterkorn zu Müller ebenso große Erwartungen hervorrief und zumindest der Aufsichtsrat der Ansicht ist, dass diese nicht erfüllt wurden, wundert die sture Zuversicht der Käufer schon ein wenig. Und wenn man sich den Chart genauer ansieht, stellt man fest: Würde die Volkswagen Vorzugsaktie im Bereich des Ende November markierten Zwischenhochs bei 179,30 Euro wieder nach unten drehen, wäre das Risiko nicht zu unterschätzen, dass sich da dann eine rechte Schulter einer Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation ausbildet. Kurzfristig ist die Aktie bullisch – aber angesichts dieser überraschend bereitwillig verteilten Vorschusslorbeeren sollte man, wenn, dann mit besonderer Vorsicht auf der Long-Seite agieren und einen Stop Loss knapp unterhalb der aktuell erst bei 162 Euro verlaufenden, aber zügig dem Kurs hinterher laufenden 20-Tage-Linie erwägen.

Chart vom 12.04.2018, Kurs 176,60 Euro, Kürzel VOW3

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