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GEA Group: Das hat gesessen!

Ein Minus von knapp 8,5 Prozent, das war die Quittung der Marktteilnehmer für die Bilanz des ersten Quartals, die der im MDAX notierte Spezialmaschinenbauer GEA Group am Donnerstagmorgen auf den Tisch legte. Der Umsatz lag nur marginal über dem des Vorjahresquartals. Und der operative Gewinn lag mit 65 Millionen Euro sogar deutlich unter dem des Vergleichszeitraums (96 Millionen). Sofort senkten nicht nur die Anleger den Daumen: Noch am Donnerstag senkten NordLB, DZ Bank und Commerzbank ihre Kursziele deutlich auf 33, 30 und 32 Euro. In dieser Region ist die Aktie auch schlagartig gelandet. Und was die Charttechnik angeht, könnte es noch deutlich ungemütlicher werden, wie dieser längerfristige Chart auf Wochenbasis zeigt. Mit einem Schlag ist die Aktie jetzt durch alle markanten Aufwärts-Wendemarken seit Anfang 2016 gefallen. Was jetzt noch bliebe, wären die drei Tiefs zwischen August 2014 und September 2015 bei 31 Euro und das Jahrestief 2014 bei 30,36 Euro. Darunter wäre erst einmal der Weg nach unten frei. Und der verbliebene Abstand zu diesen Chartmarken ist gering.

Expertenmeinung: Es stellt sich die Frage, ob dieser dramatische Abverkauf womöglich nur einer der ersten von einer ganzen Reihe solcher Selloffs am deutschen Aktienmarkt sein könnte. Die GEA Group-Aktie steht jetzt unmittelbar vor der Vollendung einer langfristigen Toppbildung, weil bullische Erwartungen enttäuscht wurden. Und das auch, so das Unternehmen, weil negative Währungseffekte (sprich der zu starke Euro) Umsatz und Auftragseingang geschmälert habe. Wobei es bei GEA nur um eine Größenordnung um die fünf Prozent geht. Das kann bei anderen Unternehmen mit hohem Exportanteil außerhalb der Eurozone noch deutlicher ausfallen – und davon hat der deutsche Aktienmarkt viele zu bieten. Was GEA selbst angeht, bestätigte das Unternehmen die bestehende Prognose für das Gesamtjahr 2018, hob aber hervor, dass deren Erreichen entscheidend vom Auftragseingang im angelaufenen zweiten Quartal abhängt. Durchaus möglich also, dass GEA das Ruder noch herumreißt. Dass die Marktteilnehmer trotzdem derartig heftig reagierten, zeigt: Die Verunsicherung hinsichtlich der Perspektiven angesichts der aggressiven US-Wirtschafts- und Währungspolitik wächst zügig. Wäre die GEA Group nach diesem Abverkauf eine Basis für einen Short-Trade? Diese Frage beantwortet dieser Chart auf Wochenbasis quasi selbst: Da sollte man angesichts der Nähe der letzten beiden Haltelinien bei 31 und 30,36 Euro besser warten, ob die Marktteilnehmer wirklich sämtliche aktuell entscheidenden Unterstützungen aufgeben – was erst bei Schlusskursen unter 30 Euro eindeutig der Fall wäre.

Chart vom 12.04.2018, Kurs 31,72 Euro, Kürzel G1A

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